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Rappaz, die Tragödie

Der Walliser Hanfbauer Bernard Rappaz hungert seit 78 Tagen in der Haft. Die Ärzte werden ihn nicht zwangsernähren, und der Staat bleibt hart. Gibt niemand nach, wird der Fall dramatisch enden.

Autonomie über alles: Hanfbauer Bernard Rappaz in den Fussstapfen der Walliser Rebellen.
Autonomie über alles: Hanfbauer Bernard Rappaz in den Fussstapfen der Walliser Rebellen.
Keystone

Es kann sein, dass der Walliser Hanfbauer Bernard Rappaz bloss Katz und Maus spielt mit der Walliser Justiz. Darauf spekuliert, dass ihn Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten wieder nach Hause entlassen muss, wenn ihm der Tod droht. Dass er sich zu Hause wieder aufpäppeln lässt und den Besuchern das Victoryzeichen geben kann. Dass die Walliser Politik genug hat von dieser endlosen Querele seit Dezember 1996 und der Grosse Rat den unangepassten Bauern kommenden Donnerstag begnadigt. Die Chancen auf einen Begnadigungsakt sind jedoch schlecht. Ausser der SP zeigt keine Partei Verständnis für Rappaz’ Anliegen, kein Politiker holt sich im Wallis Wählerstimmen, wenn er nachgibt.

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