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«Meine Schuhe haben Ehen gerettet»

Seine Modelle erkennt man von weitem: Manolo Blahnik über Highheels, Wurstfüsse und italienische Prostituierte.

Liebt Schuhe fast mehr als Menschen: Manolo Blahnik. Foto: Keystone

Liebt Schuhe fast mehr als Menschen: Manolo Blahnik. Foto: Keystone

Ein grosser Konferenzraum im Herzen Londons. An den Wänden hängen gerahmte Zeichnungen von Schuhen. Die eckigen, glitzernden Schuhschnallen verraten, in wessen Universum wir uns hier befinden, sie sind das Markenzeichen eines Schuhgotts, den jeder nur beim Vornamen nennt: Manolo. Manolo Blahnik. Und dann erscheint er in seinem weissen Kittel mit seinen weissen Handschuhen, als käme er gerade direkt aus der Werkstatt, entschuldigt sich, dass er «total verdreckt» sei und «unglaublich stinke», was natürlich nicht stimmt. Der Mann ist wie aus dem Ei gepellt, unter seinem Kittel trägt er einen dreiteiligen Anzug, und als er die Hand zum Gruss ausstrecken will, fällt aus seiner Manteltasche eine Chanel-Puderdose, die er hastig zur Seite kickt.

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