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«Mein Kollege lag tot neben mir»

Gerhard Pfister hat vor zehn Jahren das Zuger Attentat praktisch unversehrt überlebt – und neun Jahre nicht über das Drama gesprochen. Jetzt erklärt der CVP-Politiker, wieso er so lange geschwiegen hat.

Glück im Unglück: CVP-Nationalrat Gerhard Pfister während einer Medienkonferenz in Bern. Er überlebte das Zuger Attentat gänzlich unverletzt und hat seine Politkarriere nicht aufgegeben. (5. Juli 2010)
Glück im Unglück: CVP-Nationalrat Gerhard Pfister während einer Medienkonferenz in Bern. Er überlebte das Zuger Attentat gänzlich unverletzt und hat seine Politkarriere nicht aufgegeben. (5. Juli 2010)
Keystone

Was haben Sie für Gefühle, wenn Sie an das Attentat zurückdenken? Während vier oder fünf Jahren sind die Bilder von damals fast täglich hochgekommen, ganz automatisch. Jetzt passiert mir das nur noch etwa einmal pro Woche. Klar, jetzt, wo sich der zehnte Gedenktag nähert, ist der Amoklauf wieder präsenter. Es sind vor allem Gedanken an die Menschen, die mich beschäftigen, Kollegen, die ich verloren habe. Und dann natürlich bestimmte Bilder, die ich von besagtem Tag habe. Direkt neben mir ist das erste Opfer gestorben: Mein Kollege lag tot neben mir, während ich mich unter dem Pult verkrochen hatte.

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