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«Manche räumen die Wohnung auf, bevor sie sich das Leben nehmen»

Der Film «Jagdzeit» begleitet einen überforderten Topmanager in den Tod. Suizidforscherin Anja Gysin erklärt, was in lebensmüden Menschen vorgeht.

Wenn alles um einen einzustürzen scheint und Suizidgedanken aufkommen, ist es wichtig, sich anderen anzuvertrauen. Illustration: Julia Geiser.
Wenn alles um einen einzustürzen scheint und Suizidgedanken aufkommen, ist es wichtig, sich anderen anzuvertrauen. Illustration: Julia Geiser.

Im neuen Kinofilm «Jagdzeit» nimmt sich ein Schweizer Topmanager das Leben, die Klatschpresse berichtete tagelang über den Suizid von Caroline Flack, der Moderatorin und Ex-Freundin von Prinz Harry. Kann das Menschen auf die Idee bringen, sich selber das Leben zu nehmen?

Ja, emotionale und sensationslustige Berichte können heikel sein. Um die sogenannte Ansteckungsgefahr zu minimieren, ist es zentral, dass auf Alternativen und Hilfsangebote hingewiesen wird. So kann aufgezeigt werden, dass Krisensituationen erfolgreich bewältigt werden können. Die Teenager-Serie «13 Reasons Why» hat das klar gezeigt. Nach der ersten Staffel haben sich auffallend mehr Jugendliche das Leben genommen. Seitdem die Suizid-Szene entfernt ist und Warnhinweise geschaltet werden, ist die Serie nicht mehr ansteckend.

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