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Lieber einen toten Sohn als einen Mörder in der Familie

Das Phänomen Hikikomori, ein Leben in selbst gewählter Isolation, ist in Japan verbreitet. Jetzt griff ein früherer Politiker zum Äussersten – um Schlimmeres zu verhindern.

Christoph Neidhart
Stellte sich nach seiner Tat der Polizei: Hideaki Kumazawa (76). Foto: Reuters
Stellte sich nach seiner Tat der Polizei: Hideaki Kumazawa (76). Foto: Reuters

Hideaki Kumazawa war einst Vize-Landwirtschaftsminister und später Japans Botschafter in Prag. Seit etwa einer Woche sitzt er als mutmasslicher Mörder in Untersuchungshaft.

Seit seiner Pensionierung lebte der 76-Jährige mit seiner Frau unauffällig im Tokioter Stadtteil Nerima. Bis er am Samstagnachmittag die Polizei rief. Er habe, wie er später sagte, seinen Sohn erstochen – aus Angst, sein Kind könnte andere Menschen gefährden oder sogar töten.

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