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Knigge-Kurse für Kinder boomen

Eltern und Politiker wollen mehr Anstand und Respekt in der Gesellschaft. Fachkräfte sollen die Defizite ausgleichen.

Gutes Benehmen will gelernt sein: Knigge-Kurs im Romantik-Seehotel Sonne, Küsnacht. (Archivbild)
Gutes Benehmen will gelernt sein: Knigge-Kurs im Romantik-Seehotel Sonne, Küsnacht. (Archivbild)
Thomas Burla

Die Nachfrage nach Benimmkursen für Kinder und Jugendliche steigt. «Viele Kinder sind nicht mehr in der Lage, richtig mit Messer und Gabel umzugehen», sagt die Zürcher Knigge-Expertin Katrin Künzle gegenüber der «SonntagsZeitung». Sie bietet die Programme für Kinder von 8 bis 12 und Jugendliche von 13 bis 17 Jahren an. Der Schwerpunkt liegt bei den Tischmanieren und der sogenannten Bestecksprache. «Wir stellen auch vermehrt Geschenkgutscheine aus, die werden immer von den Grossmüttern bestellt.»

Schlechtes Benehmen sorgt nicht nur für peinliche Momente – es gilt auch als Karrierekiller. «Der Chef achtet darauf, ob der Jugendliche das Gespräch in Gang halten kann oder seine Zeit bloss absitzt. Und ob er sich gleich den besten Platz am Tisch schnappt», sagt Susanne Abplanalp von der Firma Knigge Today. Beim guten Benehmen gehe es «um Wertschätzung im Umgang miteinander.» Auf die Manieren-Muffel reagieren jetzt auch die Schulen.

Die Oberstufe im aargauischen Würenlos hat eine Projektwoche unter dem Motto «C'est le ton qui fait la musique» durchgeführt. Inhalt: Kommunikation, Verhaltensregeln, Berufseinstieg. Die Anstandslektionen sollen auch der Gewaltprävention dienen. «Die Jugendlichen lernen Sozialkompetenz und Selbstkompetenz. Und sie bekommen einen anderen Zugang zum Thema Anstand», sagt Patrick Tanner, Oberstufenlehrer in Würenlos.

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