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«Im Vergleich ist Zürich klein, leer und still»

«Es reicht nicht, schöne Pläne zu zeichnen, zentral ist, wie man sie mit den Betroffenen umsetzt»: Architektin Fabienne Hoelzel.

Sie waren eben wieder in Nigerias Metropole Lagos. Frau Hoelzel, was fällt Ihnen nach der Rückkehr aus den afrikanischen Slums jeweils in der Schweiz auf?

Und wie ist Zürich?

Es ist also ein Witz, die Schweizer Zersiedelung zu beklagen?

Klagt man in Lagos über Dichtestress? Grund genug hätte man.

Lagos ist eine dörfliche Millionenstadt. Was ist die typische Besiedlungsform der Schweiz?

Sie sprechen von der Agglo. Kommt sie Ihnen als Architektin wie ein hässliches Chaos vor?

Ich habe gelesen, dass Sie etwas gegen Masterpläne haben. Erstaunlich für eine Architektin.

Wer steuert eigentlich in der Schweiz die Besiedlung?

Aber in Wahrheit bestimmen lokale Player: Bodenbesitzer, Geldgeber und Baufirmen?

Liegt es an den Plänen, wenn sie – wie bei Einzonungsbegehren rund um Bern oder beim Tram Region Bern – scheitern?

So eine Arbeit das machen Sie in Lagos’ Slum Makoko. Was tun Sie da genau?

Was ist die Lehre für die Schweiz? Dass man mit Betroffenen frühzeitig das Gespräch suchen muss?

Gibt es trotz demokratischer Mitwirkung eine wachsende Kluft zwischen Bürgern und Planungsexperten?

Wie verhindert man das?

Wenn immer mehr Leute bei Planungen mitreden, kann das zu endlosen basisdemokratischen Debatten wie in der Berner Reitschule führen, oder?

Was hindert uns daran?

Übertragen wir Ihre Einsichten auf die Politik: Ein Ja oder ein Nein an der Urne ist noch keine echte demokratische Mitwirkung.

Vermittelt die direkte Demokratie manchmal falsche Hoffnungen?

Warum?

Müssen wir Demokratieweltmeister in der Schweiz in Sachen Demokratie noch hinzulernen?