Zum Hauptinhalt springen

Höchstes Gebäude Europas feuert Laserstrahlen ab

Drei Jahre lang konnten die Londoner den pyramidenförmigen Wolkenkratzer an der Themse aus dem Boden wachsen sehen – gestern wurde das rund 310 Meter hohe Gebäude mit einer Lasershow eröffnet.

wid
Ein kleiner Schnitt für den Bürgermeister, ein grosser Wurf für London: Boris Johnson eröffnet «The Shard». (1. Februar 2012)
Ein kleiner Schnitt für den Bürgermeister, ein grosser Wurf für London: Boris Johnson eröffnet «The Shard». (1. Februar 2012)
Keystone
Der 310 Meter hohe Shard-Tower ist vorübergehend das höchste Gebäude Europas. (Archivbild vom 22. Juli 2012)
Der 310 Meter hohe Shard-Tower ist vorübergehend das höchste Gebäude Europas. (Archivbild vom 22. Juli 2012)
AFP
Steht seit dem 1. Februar allen Stadtbewohnern und Besuchern offen: Die Aussichtsplattform des Wolkenkratzers «The Shard» in 244 Metern Höhe. (Januar 2013)
Steht seit dem 1. Februar allen Stadtbewohnern und Besuchern offen: Die Aussichtsplattform des Wolkenkratzers «The Shard» in 244 Metern Höhe. (Januar 2013)
AFP
Spektakuläre neue Perspektive: Sicht auf London vom vorübergehend höchsten Gebäude Europas. (Januar 2013)
Spektakuläre neue Perspektive: Sicht auf London vom vorübergehend höchsten Gebäude Europas. (Januar 2013)
Reuters
Dominiert die Skyline von London: Lichtshow beim höchsten Gebäude Europas. (4. Juli 2012)
Dominiert die Skyline von London: Lichtshow beim höchsten Gebäude Europas. (4. Juli 2012)
AFP
Von Turm zu Turm: Ein Laserstrahl trifft den Gherkin-Tower während der Laser-Show zur Eröffnung des Shards. (4. Juli 2012)
Von Turm zu Turm: Ein Laserstrahl trifft den Gherkin-Tower während der Laser-Show zur Eröffnung des Shards. (4. Juli 2012)
Reuters
Während der Dämmerung: Der Shard-Tower kurz vor Beginn der Eröffnungsfeier. (4. Juli 2012)
Während der Dämmerung: Der Shard-Tower kurz vor Beginn der Eröffnungsfeier. (4. Juli 2012)
Keystone
Im Sommer 2012 offiziell eingeweiht: Das Hochhaus The Shard in London. (2. Juli 2012)
Im Sommer 2012 offiziell eingeweiht: Das Hochhaus The Shard in London. (2. Juli 2012)
Keystone
Auf Hochglanz gebracht: Reinigungskräfte hängen in der Luft, um die Scheiben von The Shard zu putzen. (4. Juli 2012)
Auf Hochglanz gebracht: Reinigungskräfte hängen in der Luft, um die Scheiben von The Shard zu putzen. (4. Juli 2012)
Keystone
Er hat das höchste Gebäude Europas kreiert: Der italienische Architekt Renzo Piano. (4. Juli 2012)
Er hat das höchste Gebäude Europas kreiert: Der italienische Architekt Renzo Piano. (4. Juli 2012)
Keystone
Das höchste Haus Europas ist rund 310 Meter hoch: The Shard in London. (25. Februar 2012)
Das höchste Haus Europas ist rund 310 Meter hoch: The Shard in London. (25. Februar 2012)
AFP
Über 800 Stahlteile: Ein Kran hebt Komponenten für die Spitze des Hochhauses auf die Montageebene. (30. März 2012)
Über 800 Stahlteile: Ein Kran hebt Komponenten für die Spitze des Hochhauses auf die Montageebene. (30. März 2012)
Reuters
Die Glaskonstruktion des italienischen Architekten Renzo Piano soll die Jahreszeiten und das Wetter reflektieren: The Shard im Zentrum Londons. (30. März 2012)
Die Glaskonstruktion des italienischen Architekten Renzo Piano soll die Jahreszeiten und das Wetter reflektieren: The Shard im Zentrum Londons. (30. März 2012)
AFP
Baustelle in luftiger Höhe: Arbeiter bei der Montage rund 300 Meter über dem Boden. (30. März 2012)
Baustelle in luftiger Höhe: Arbeiter bei der Montage rund 300 Meter über dem Boden. (30. März 2012)
Reuters
Bis zum Start der Olympischen Spiele soll The Shard fertig sein: Grossbritanniens höchster Kran bei der Arbeit. (30. März 2012)
Bis zum Start der Olympischen Spiele soll The Shard fertig sein: Grossbritanniens höchster Kran bei der Arbeit. (30. März 2012)
Reuters
1 / 17

Mit einer schillernden Lichter- und Musikshow ist gestern in London der höchste Wolkenkratzer Europas eingeweiht worden. Tausende Menschen verfolgten, wie Laserstrahlen von der Glas- und Stahlfassade des 310 Meter hohen Gebäudes den Nachthimmel erhellten.

Zur Einweihung spielte das London Philharmonic Orchestra auf. Im Rhythmus der Musik erhellten zwölf Laserstrahler und 30 Spotscheinwerfer vom Shard genannten Gebäude aus die Nacht und zogen eine Lichtspur zu anderen Wahrzeichen der britischen Hauptstadt. Kurz vor der Show war der Turm vom Ministerpräsidenten Katars, Hamad bin Dschassem al-Thani, und dem Sohn von Königin Elizabeth II., Prinz Andrew, offiziell eingeweiht worden.

Das 450 Millionen Pfund (rund 673 Millionen Franken) teure Projekt wurde zu 95 Prozent von Katar finanziert. Prinz Andrew erklärte, er hoffe, der Turm verleihe der Gegend neuen Aufschwung.

Architektonisch nicht abgestimmt

Londons Stadtpräsident Boris Johnson sagte der BBC, das Gebäude sei «ein erstaunliches Stück Architektur». Angesichts der geteilten Meinung der Bürger über den Turm fügte er aber hinzu, dass der Bau von Wolkenkratzern in London «kontrolliert» bleiben müsse.

Das Gebäude soll das «neue Wahrzeichen» der britischen Hauptstadt sein. Der Turm trägt den Namen The Shard (Der Splitter) wegen seiner Ähnlichkeit zu einem Glassplitter.

Das nicht vorhandene architektonische Zusammenspiel mit altehrwürdigen Bauten wie Westminster, der St. Paul's Cathedral oder dem Tower ist der Hauptkritikpunkt an dem Bau. Auch die UNO- Kulturorganisation UNESCO hatte erklärt, das neue Gebäude beeinträchtige die «visuelle Integrität» des Towers.

Wohnungen für 75 Millionen Franken

Insgesamt 95 Stockwerke und eine Aussichtsplattform mit einem 360- Grad-Rundblick über London zählt das Gebäude. In ihm sollen unter anderem ein Fünf-Sterne-Hotel und Luxusrestaurants entstehen sowie zehn Wohnungen, die umgerechnet jeweils rund 75 Millionen Franken kosten sollen. Mit der Fertigstellung des Innenausbaus wird jedoch nicht vor 2013 gerechnet.

Entworfen wurde der Turm vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano, der in ihm «eine kleine vertikale Stadt» für 12'000 Menschen sieht. Die Einweihung wurde bewusst kurz vor die Olympischen Sommerspiele gelegt, zu denen zwei Millionen Besucher aus aller Welt in London erwartet werden.

Im Februar soll der Turm als Touristenattraktion öffnen, Tickets gibt es bereits ab Freitag. Bereits vor der Eröffnung schrieben sich 17'500 Menschen aus aller Welt auf einer Warteliste ein.

Mit 310 Metern überragt der Shard knapp das bislang höchste Gebäude Europas, das in Moskau steht und knapp 302 Meter misst. Vom Weltrekord, dem 828 Meter hohen Burdsch Chalifa in Dubai, ist er aber noch weit entfernt.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch