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Heikles Sponsoring von Patientenverbänden

Sponsoring macht man nicht aus purer Nächstenliebe, sondern weil man sich eine Gegenleistung verspricht. Ist es deshalb problematisch, wenn sich Patientenverbände von Pharmafirmen finanziell unter die Arme greifen lassen?

Heinrich von Grünigen (Adipositas- Stiftung): «Allein wegen unserer blauen Augen gibt uns niemand etwas.»
Heinrich von Grünigen (Adipositas- Stiftung): «Allein wegen unserer blauen Augen gibt uns niemand etwas.»
Andreas Marbot

Trotz strömendem Regen fanden sich über 500 Personen am Zugersee ein und feierten in den bereitgestellten Festzelten ihren sportlichen und finanziellen «Sieg». Aus Burgdorf, Olten, Schaffhausen und Rapperswil SG waren sie zuvor mit dem Velo jeweils rund 80 Kilometer nach Cham geradelt. Für jeden zurückgelegten Kilometer spendete das Pharmaunternehmen Abbott in Baar einen gewissen Betrag. Um die jeweilige Summe zu erhöhen, beteiligten sich nicht nur die Mitglieder der teilnehmenden Patientenorganisationen an diesem «Velorennen» (Pace-Race); die Selbsthilfegruppen engagierten auch Freunde, um die Vereinskasse lauter klingeln zu lassen. Bei freier Verpflegung unterhielten sich nach der Ankunft Gesunde und Kranke, medizinische Fachleute, Firmen- und Behördenvertreter sowie Politiker.

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