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Gefangen im Sog der Reize

Tiktok ist bei Jugendlichen eine angesagte App. Dass der Spass aus dem totalitären China kommt, weckt Misstrauen.

Bei einer Messe in China wirbt Tiktok mit fröhlich leuchtenden Symbolen. Was genau sich unter der bunten Oberfläche verbirgt, ist jedoch unklar. Foto: Barcroft Media, Getty Images
Bei einer Messe in China wirbt Tiktok mit fröhlich leuchtenden Symbolen. Was genau sich unter der bunten Oberfläche verbirgt, ist jedoch unklar. Foto: Barcroft Media, Getty Images

Es ist der 24. November, als die damals 17-jährige Amerikanerin Feroza Aziz in ihrem Kinderzimmer auf Aufnahme klickt. «Hey guys», sagt sie und beginnt mit einem Schminktutorial, wie es sie zu Tausenden auf Tiktok gibt. «Also, ihr nehmt dafür als Erstes eure Wimpernzange, und dann formt ihr eure Wimpern, das sollte ja klar sein», sagt sie und kneift dabei die Zange zu. «Und dann legt ihr sie beiseite und nehmt euer Handy, das ihr gerade benutzt, und schaut nach, was in China passiert, wie sie Konzentrationslager bauen, in die sie unschuldige Muslime werfen, Familien auseinanderreissen, sie kidnappen, ermorden, vergewaltigen.»

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