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Eltern wissen dank GPS-Tracker jederzeit, wo ihre Kinder sind

Den Nachwuchs orten, abhören und nach Hause ordern: Was Eltern beruhigt, kann den Kindern schaden.

Alle Eltern kennen den Horror, das Kind aus den Augen zu verlieren. Tracking-Firmen wollen diese Angst zu Geld machen.

Alle Eltern kennen den Horror, das Kind aus den Augen zu verlieren. Tracking-Firmen wollen diese Angst zu Geld machen.

(Bild: Sophie Stieger)

David Hesse@HesseTA

Die kleine Martha muss nicht mehr am Kundendienst abgeholt werden, wenn sie verloren geht. Sie erscheint als leuchtend blauer Punkt auf dem Handybildschirm. Kinderortung via GPS ist Realität, auch in der Schweiz. Zum Beispiel dank der Firma Tracker. Ihr Gerät heisst Fröschli, wird am Gürtel oder am Schulthek befestigt und verrät den Eltern so den Standort des Kindes. Das Werbevideo zeigt eine Mutter, sie kocht den Zmittag, rührt in der Sauce. Ihr Blick geht zur Uhr, die Tochter kommt und kommt nicht heim. Schlimme Gedanken – ist sie mit dem Velo gestürzt? Die Mutter zückt ihr Handy, prüft die App: Alles gut – das Kind ist auf dem Spielplatz. Die Mutter ist erleichtert. Bimmelt die Tochter an, auch via Fröschli: jetzt aber heim! Das Kind pressiert, Umarmung im Türrahmen, Happy End.

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