Zum Hauptinhalt springen

Eine Frage der Würde

Wer sich als Frau einfach versorgen lässt, ist reaktionär.

Reiche Männer, geht aus den geleakten Unterlagen der HSBC Schweiz hervor, sind oft «not easy to handle». Sie fürchten sich zudem; mehr als vor dem Finanzamt vor den eigenen Gattinnen – wenn die Scheidung droht. Dann weisen sie ihre Kundenberater an, Geld verschwinden zu lassen, auf dass sie möglichst wenig Unterhalt bezahlen müssen. Unerhört? Von wegen.

Reaktionär sind nicht die Männer, die ihr Vermögen vor den Frauen verstecken. Reaktionär sind Frauen, die einen reichen Mann heiraten, weil sie keine Lust haben, für sich selbst zu sorgen. Die keine finanzielle Verantwortung übernehmen. Die sich nicht dafür interessieren, woher das Geld kommt, mit dem Nannies, Putzpersonal und Chauffeur bezahlt werden, sondern nur dafür, dass die Kreditkarte funktioniert. Die in die klassische Rollenverteilung flüchten, weil die so wunderbar bequem ist. Und denen es genügt, dass sich ihre Aufgabe darin erschöpft, «die Frau von» zu sein. Anders gesagt: Diese Gattinnen leben ganz gut mit einem Ernährer, der für sie den Lebensunterhalt bestreitet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.