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Du willst es doch auch

Wie gleichberechtigt ist Sex in Zeiten von #MeToo? Die Gesellschaft mit all ihren Erwartungen ist im Bett immer mit dabei.

Zwei Menschen begehren sich. Wie es weitergeht, läuft jeden Abend im Fernsehen – und auch in unseren Köpfen. Aber wollen wir das so? Oder glauben wir nur, es zu wollen?

Zwei Menschen begehren sich. Wie es weitergeht, läuft jeden Abend im Fernsehen – und auch in unseren Köpfen. Aber wollen wir das so? Oder glauben wir nur, es zu wollen?

(Bild: istock)

Von den Accessoires, die in der zwischenmenschlichen Erotik eine Rolle spielen, hat keines einen so armseligen Ruf wie der Socken. Gemeint ist hier natürlich nicht der Seidenstrumpf, sondern das profane und doch existenziell wichtige Fusswarmhaltetextil. Ein nackter Mensch mit Socken an den Füssen: Das finden die meisten Menschen lächerlich, wie eine Karikatur. Der Sockenmoment ist daher auch die zuverlässige Schwachstelle jeder gemeinsamen Entkleidungschoreografie. Wurstelt man sie mit der Hose unauffällig weg? Macht man ein gegenseitiges Fussenthüllungsritual daraus? Hauptsache, weg damit. Denn Sex mit Socken, das ist, so lehren es uns romantische Komödien seit Jahrzehnten, ungefähr so heiss wie Sex mit Trillerpfeife im Mund.

Süddeutsche Zeitung

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