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«Dieser Boom schürt nur Ängste»

Derzeit kursieren viele Ratgeber und Anleitungen, wie man sein Kind möglichst früh auf Leistung trimmt. Der Kinderpsychologe Urs Kiener von der Pro Juventute warnt vor falscher Förderung.

Die Frage ist: Will das Kind die Buchstaben und das Lesen von sich aus lernen –oder will die Mutter, dass es das tut?
Die Frage ist: Will das Kind die Buchstaben und das Lesen von sich aus lernen –oder will die Mutter, dass es das tut?
Colourbox

Pro Juventute schlägt Alarm und befürchtet, dass Kleinkinder zu sehr auf Erfolg gezüchtet werden. Wie kommen Sie darauf? Urs Kiener: Wir stellen da einen Trend fest. Wir bekommen viele Anfragen von Eltern, die unsicher sind, ob sie ihre Kinder in Frühförderungsprogramme schicken sollten. Zudem ist es so, dass bis zu 50 Prozent der Volksschüler in irgendeiner therapeutischen Behandlung sind, wo sie letztlich auch «gefördert» werden. Wir finden das bedenklich.

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