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Die arbeitsfreie Periode

Im Libanon dürfen berufstätige Frauen jeden Monat einen Tag zu Hause bleiben, wenn die prämenstruellen Symptome einsetzen. Sexistisch? Oder fortschrittlich?

«Schliesslich kann niemand kontrollieren, ob sie tatsächlich ihre Periode haben oder nicht»: Frauen mit Kopftuch vor einem Werbeplakat in Beirut.
«Schliesslich kann niemand kontrollieren, ob sie tatsächlich ihre Periode haben oder nicht»: Frauen mit Kopftuch vor einem Werbeplakat in Beirut.
Reuters

«Libanesischen Unternehmen steht es frei, ihren weiblichen Angestellten aufgrund ihrer Menstruationsbeschwerden einen zusätzlichen freien Tag pro Monat zu gewähren», erklärt Safaa Salloum, die in der Personaladministration einer grossen libanesischen Versicherungsgesellschaft tätig ist.

Lähmende Muskelkrämpfe, Bauchweh, das das rationale Denken beeinträchtigt, wilde Akneausbrüche, hoch depressive Verstimmung, urplötzliches Übergewicht, spontane Tränenausbrüche – und überhaupt ist alles doof: Haben Frauen ihre Tage, verwandeln sie sich temporär in hinkende Frisurzombies, deren emotionale Stabilität jener einer Landmine gleicht. So sagt man jedenfalls. (Lesen Sie auch: «Frauen stimmen mit der Vagina ab»)

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