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Die 300 reichsten Schweizer wurden noch reicher

Die 300 reichsten Schweizer in der Rangliste der «Bilanz» haben einen neuen Rekord aufgestellt. Würde man ihr Vermögen auf die ganze Bevölkerung verteilen, bekäme jeder gut 70'000 Franken.

Platz 1: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad führt die Liste zum 12. Mal in Folge an: Zwischen 41 und 42 Milliarden Franken schwer ist seine Familie.
Platz 1: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad führt die Liste zum 12. Mal in Folge an: Zwischen 41 und 42 Milliarden Franken schwer ist seine Familie.
Keystone
Einen Rang verloren hat Jorge Paulo Lemann. Der Sohn eines nach Brasilien ausgewanderten Emmentaler Käsehändlers ist Aktionär beim weltgrössten Bierkonzern Anheuser-Busch und liegt neu auf Platz 3. Heute lebt er am Zürichsee. Geschätztes Vermögen: 20 bis 21 Milliarden Franken.
Einen Rang verloren hat Jorge Paulo Lemann. Der Sohn eines nach Brasilien ausgewanderten Emmentaler Käsehändlers ist Aktionär beim weltgrössten Bierkonzern Anheuser-Busch und liegt neu auf Platz 3. Heute lebt er am Zürichsee. Geschätztes Vermögen: 20 bis 21 Milliarden Franken.
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Nicht an der Spitze, aber mit geschätzten 200 bis 300 Millionen Franken Vermögen dennoch im Ranking unter den 300 reichsten Schweizer: Tennisspieler Roger Federer.
Nicht an der Spitze, aber mit geschätzten 200 bis 300 Millionen Franken Vermögen dennoch im Ranking unter den 300 reichsten Schweizer: Tennisspieler Roger Federer.
Keystone
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Die 300 reichsten Bewohner der Schweiz besitzen zusammen 564 Milliarden Franken. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Erhebung des Wirtschaftsmagazins «Bilanz». Die Summe stellt in der 25-jährigen Geschichte des Rankings einen neuen Rekord dar.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die 300 Superreichen um rund 52 Milliarden Franken reicher geworden, schreibt die «Bilanz» in ihrer Spezialausgabe. Das entspreche einem Zuwachs von 10 Prozent. Mit dem neuen Rekordstand ist gleichzeitig der Vorkrisenhöchststand erstmals übertroffen worden. Die Finanzkrise hatte 2008 auch das Vermögen der Reichsten beträchtlich schrumpfen lassen. Seither nahm dieses jährlich wieder zu.

Aktien, Immobilien, Luxus

Der jüngste, markante Vermögenszuwachs ist hauptsächlich auf wohlgesinnte Aktienmärkte, steigende Immobilienpreise und eine starke Nachfrage nach Luxusgütern zurückzuführen, bilanziert das Wirtschaftsmagazin.

1989 veröffentlichte die «Bilanz» das Ranking zum ersten Mal und führte damals bloss die «Top 100» auf; diese vereinigten damals 66 Milliarden Franken Vermögen auf sich. Inzwischen besitzen die drei Reichsten in der Schweiz mehr als vor 25 Jahren alle 100 Reichsten zusammen. Würde das Vermögen der 300 Krösusse auf die Bevölkerung aufgeteilt, erhielte jeder Einwohner der Schweiz 70'200 Franken ausbezahlt, rechnet das Wirtschaftsmagazin vor.

Ikea ungeschlagen auf Platz 1

Zuoberst auf der Liste der Gutbetuchten steht zum zwölften Mal in Folge die Familie von Ingvar Kamprad, dem Gründer des schwedischen Möbelhauses Ikea, der jüngst in seine Heimat zurückgekehrt ist. Nach wie vor in der Schweiz wohnhaft sind seine drei Söhne. Die Familie besitzt ein Vermögen zwischen 41 und 42 Milliarden Franken.

Auf Platz zwei folgen neu die Basler Familien Hoffmann und Oeri, die den Pharmakonzern Roche kontrollieren und vom Höhenflug seiner Wertpapiere profitieren. Ihr Vermögen wird auf 22 bis 23 Milliarden Franken geschätzt, so viel wie noch nie. Die Familien verdrängen damit den letztjährigen Zweitplatzierten Jorge Lemann auf Platz drei des Rankings.

Der Brasilianer mit Schweizer Wurzeln hält demnach ein Vermögen zwischen 20 bis 21 Milliarden Franken. Auch bei ihm hat sich der Aktienmarkt als ergiebigste Wohlstandsquelle entpuppt: Lemanns Beteiligung am weltgrössten Bierkonzern Anheuser-Busch In Bev machte ihn dank einer Hausse der Aktien um 3 Milliarden Franken reicher.

Schweiz zieht Milliardäre an

Neu in die exklusive Rangliste aufgenommen wurden in diesem Jahr 13 Personen. Dazu gehören die Erben des österreichischen Kristallkonzerns Swarovski, die zusammen 2,2 bis 3 Milliarden Franken besitzen. Neu auf der Liste ist auch der italienische Modemacher Pier Luigi Loro Piana, der sich im Oberengadin niedergelassen hat.

Vermögenstechnisch weniger gut schnitt im Vergleich zum Vorjahr der russische Investor Viktor Vekselberg ab: Dessen Vermögen schmolz – zumindest auf dem Papier – um 2 Milliarden Franken, nachdem seine Aktien am Aluminiumproduzenten Rusal stark an Wert verloren hatten. Mit einem Reichtum von 12 bis 13 Milliarden Franken ist er aber weiterhin in bester Gesellschaft.

Reiche scheinen andere Reiche anzuziehen: Jeder zweite der 300 Superreichen ist aus dem Ausland zugezogen. Laut dem Ranking befinden sich unter den 300 Reichsten zudem 131 Milliardäre. Weltweit lebt jeder 11. Milliardär in der Schweiz.

SDA/ami

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