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Der Helm erobert die Schweizer Skipisten

87 Prozent der Schweizer Ski- und Snowboardfahrer schützen laut einer neuen Studie auf der Piste ihren Kopf – rund 70 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Deutliche Unterschiede gibt es in den Sprachregionen.

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In der Wintersaison 2002/2003 trugen gerade einmal 16 Prozent der Wintersportler einen Helm: Die Helmtragequote im Jahresvergleich. (Grafik: BfU)
In der Wintersaison 2002/2003 trugen gerade einmal 16 Prozent der Wintersportler einen Helm: Die Helmtragequote im Jahresvergleich. (Grafik: BfU)

«Kluge Köpfe schützen sich»: Dieses Motto setzen immer mehr Wintersportler in die Tat um. Die BfU-Erhebung 2012/2013 zeigt, dass im vergangenen Winter 87 Prozent aller Ski- und Snowboardfahrer auf Schweizer Pisten einen Helm trugen – so viele wie nie zuvor.

«Die Erfolgsgeschichte des Schneesporthelms setzt sich fort», teilte die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) mit. Verglichen mit dem Winter 2002/2003, als nur 16 Prozent einen Helm getragen hätten, sei dies eine beeindruckende Steigerung.

Unterschiede zeigen sich laut BfU nach wie vor zwischen den Sprachregionen: Tragen auf Deutschschweizer Pisten 91 Prozent der Schneesportler einen Helm, sind es in der Romandie mit 76 Prozent deutlich weniger.

Erstmals erhoben wurde die Helmtragequote auf den Schlittelwegen. Hier zeigte sich, dass jeder zweite Schlittler seinen Kopf mit einem Helm schützt. Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren waren am häufigsten mit einem Helm unterwegs, Erwachsene zwischen 26 und 30 Jahren am seltensten.

Zwei Millionen Wintersportler

Mehr als zwei Millionen in der Schweiz wohnhafte Personen fahren Ski oder Snowboard. Die Kehrseite des Vergnügens: Pro Jahr verunfallen laut BfU rund 65'000 dieser Schneesportler – 51'000 Ski- und 14'000 Snowboardfahrer – und müssen ärztlich behandelt werden. Hinzu kommen knapp 8000 verletzte Schlittler und Rodler.

Etwa 15 Prozent der Verunfallten verletzen sich am Kopf. Rund ein Drittel der Kopfverletzungen kann durch das Tragen eines Helmes verhindert werden; er hilft zudem, die Unfallschwere zu reduzieren.

Bindungen richtig einstellen

Aber nicht nur der Kopf braucht beim Skifahren Schutz. Rund die Hälfte der Verunfallten verletzt sich an Knien, Beinen oder Füssen. Die korrekte Einstellung der Skibindung kann dazu beitragen, solche Verletzungen zu vermeiden.

Die BfU lanciert deshalb schon zum 23. Mal ihre Skivignetten-Aktion, um möglichst viele Wintersportler zu einer Bindungskontrolle bei einem Sportfachhändler mit entsprechendem Prüfgerät zu motivieren.

(SDA)

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