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Das Trampolin im Garten als Gefahrenherd

Immer häufiger verunfallen Kleinkinder beim Hüpfplausch auf einem Gartentrampolin. Experten sind alarmiert – die typischen Brüche können bei unter Sechsjährigen zu Wachstumsstörungen führen.

Die meisten Unfälle geschehen, wenn mehrere Personen gleichzeitig hüpfen: Kinder auf einem Trampolin. (Archivbild)
Die meisten Unfälle geschehen, wenn mehrere Personen gleichzeitig hüpfen: Kinder auf einem Trampolin. (Archivbild)
Keystone

In immer mehr Gärten steht ein Trampolin. Die Folge: Die Unfälle nehmen zu, wie eine Umfrage der Zeitung «Schweiz am Sonntag» bei verschiedenen Spitälern zeigt. «Zwei Trampolin-Opfer behandeln wir in den Sommermonaten pro Woche», sagt Peter Klimek, Oberarzt der Kinderchirurgie am Kantonsspital Aarau.

Auch bei anderen Sportgeräten seien die Unfallzahlen gestiegen, nirgends aber so stark wie beim Gartentrampolin. Das stellt auch die Unfallchirurgie des Kantonsspitals Chur fest. «Wir behandeln vor allem Verstauchungen des Sprung- oder Handgelenks und Brüche oberhalb des Ellbogens», sagt Chefarzt Christoph Sommer. Zu diesem Bruch komme es häufig, wenn Kinder rückwärts auf ausgestreckte Arme fallen.

Nicht nur Anfänger verunfallen

Die Unfälle der Hobby-Hüpfer hat Peter Klimek im Inselspital Bern analysiert. Sein Fazit: «Es verunfallen nicht nur Anfänger, sondern auch solche, die bereits Erfahrung mit dem Gerät haben.» Durchschnittlich sind Trampolin-Opfer sieben Jahre alt. «Sie trauen sich mehr zu und sind dann vom ‹Katapult-Mechanismus› überrascht.»

Zu den meisten Unfällen kommt es, wenn mehrere Kinder gleichzeitig hüpfen. Vor allem kleinere und leichte Kinder sind dann besonders gefährdet. «Zwei- bis Fünfjährige ziehen sich dabei häufig einen Bruch des oberen Schienbeines zu. Dieser typische «Trampolinbruch» kann zu Wachstumsstörungen des Beines führen», sagt Klimek. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) rät deshalb davon ab, Kinder unter 6 Jahren ein Trampolin benutzen zu lassen – wegen «mangelnder motorischer Fähigkeiten und fehlender Muskelkraft», sagt Hansjürg Thüler, Leiter Sport.

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