Das sind die verbotenen Baby-Namen

Kein Enrique in Island, kein Lucifer in der Schweiz: Warum Namen in gewissen Ländern auf dem Index stehen.

Nicht frei bei der Namenswahl: ein neugeborener Junge in einem Spital in New York. (Archiv)

Nicht frei bei der Namenswahl: ein neugeborener Junge in einem Spital in New York. (Archiv) Bild: WABC-TV/AP/Keystone

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In vielen Ländern ist man bei der Namensgebung nicht völlig frei. Manche hierzulande verbreitete Namen dürfen andernorts nicht vergeben werden. Doch auch in der Schweiz sind einige Namen verboten.

Portugal beispielsweise unterbindet englische Namen, wenn es in der eigenen Sprache eine Entsprechung gibt, wie die britische Zeitung «Independent» schreibt. So ist Catherine verboten, Caterina jedoch erlaubt. Daneben geht es in Portugal auch um den Erhalt des eigenen kulturellen Erbes, weswegen Namen wie Viking, Jimmy, Rihanna oder Sayonara ebenfalls nicht erlaubt sind.

Liste mit 7000 Namen

Auch in Saudiarabien werden Namen der eigenen Kultur bevorzugt. Namen wie Alice oder Maya sind nicht erlaubt. Aus politischen Gründen steht auch der Name Abdul Nasser auf dem Index – so hiess der in Saudiarabien unbeliebte ehemalige ägyptische Präsident.

In Deutschland oder Dänemark sind Namen verpönt, denen das Geschlecht nicht eindeutig anzumerken ist. Deshalb sind Taylor, Ashley oder Morgan nicht erlaubt. Dänemark geht sogar so weit, dass Eltern eine Liste mit rund 7000 Namen zur Verfügung steht, aus denen sie einen Namen für ihr Kind auswählen können.

Elvis und Metallica

In manchen Ländern geht man gegen ungewöhnliche Namen vor. In Frankreich zum Beispiel melden lokale Behörden ausgefallene Namen, die dann per Gerichtsbeschluss verboten werden können. Wenn man sein Kind also etwa Strawberry taufen möchte, sollte man dies ausserhalb von Frankreich tun.

In Deutschland, Dänemark, Schweden, Mexiko und weiteren Ländern gibt es Regeln gegen Namen, die den Träger in Schwierigkeiten bringen können. So darf in Frankreich niemand Prince William heissen und in Deutschland niemand Adolf Hitler. In Dänemark ist der Name Anus verboten, in Schweden Elvis oder Metallica.

Keine Bösewichte aus der Bibel

Aus demselben Grund darf man sein Kind in Mexiko nicht Rambo, Batman oder Scrotum taufen. In Malaysia darf kein Kind Sexual Intercourse oder Smelly Head heissen.

Verbote können auch religiöse Ursachen haben. In der Schweiz dürfen keine Namen vergeben werden, die an Bösewichte aus der Bibel erinnern. Judas oder Lucifer sind nicht erlaubt. In Malaysia wiederum gilt es als unangemessen, wenn Namen an Dinge aus der Natur erinnern. Tiernamen wie Schlange oder Bär werden als Entwürdigung des Trägers angesehen.

Grammatik, Buchstaben und Brands

In Island müssen Babynamen mit der isländischen Grammatik kompatibel sein – Zoe oder Harriet sind das nicht. Ebenso dürfen sie keine Buchstaben beinhalten, die im isländischen Alphabet nicht vorkommen – etwa Q oder W. Aus diesen Gründen findet man in Island keine Enriques oder Ludwigs.

Weiter sind in vielen Ländern Markennamen ausgeschlossen: Facebook ist in Mexiko verboten, Ikea in Schweden, Nutella und Mini Cooper in Frankreich. In der Schweiz darf kein Kind Mercedes oder Chanel heissen.

(chi)

Erstellt: 10.11.2017, 18:55 Uhr

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