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Das Grosi hütet Kinder gut. Die Kita auch

Immer selbstverständlicher profitieren gut verdienende und gut ausgebildete junge Eltern vom Angebot der Kindertagesstätte. Und viele Grosseltern verlieren die Bedenken aus alter Zeit.

Heute hüten die Grosseltern: Pia und Martin Leuzinger mit ihren Enkelkindern Kira und Lev.
Heute hüten die Grosseltern: Pia und Martin Leuzinger mit ihren Enkelkindern Kira und Lev.
Walter Pfäffli

Die Krippe, verheisst ein erster Eintrag im Internet, ist «ein hölzerner Futtertrog für Nutzvieh». Nun, wir wissen sogar um das Jesuskind in der Weihnachtskrippe – möchten allerdings etwas über die Krippe als Kinderhort in Erfahrung bringen. Über jene Institution, die seit Jahrzehnten jede Menge Studien provoziert, die ihrerseits Thesen und Antithesen gebären, Hoffnungen und Ängste schüren. So glaubte man bis vor kurzem, die Krippe sei Erziehungshilfe für Alleinerziehende oder tauge allenfalls für den Nachwuchs aus bildungsfernem Milieu, während alle anderen Kinder daheim besser aufgehoben seien. Entsprechend genierte sich die Generation unserer Grosseltern: Wer ein Kind in den Hort gab, bekam Mitleid, Häme, Kritik der gehobenen Mittelschicht zu spüren. Tempi passati?

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