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«Das Arbeitsleben soll keine Serie von Sprints sein»

Michael Hermann, Leiter der Forschungsstelle Sotomo (Mitte), stellte gestern zusammen mit Heidi Hanselmann (Regierungsrätin Kanton St. Gallen und Präsidentin Stiftungsrat Gesundheitsförderung Schweiz) und Roger Staub (Pro Mente Sana) die Studie über das psychische Wohlergehen in der Schweiz vor.

Herr Hermann, die Resultate der Studie sind erschreckend. Jeder Fünfte befindet sich in einem psychischen Tief, der Hauptgrund dafür ist Stress. Grund für den Stress ist am häufigsten die Arbeit. Zeit für eine Kapitalismuskritik?

Leiden auch Sie unter Stress bei der Arbeit?

Wieso fühlen sich die Leute so gestresst von der Arbeit? War es früher weniger schlimm?

Ist gerade der Wunsch nach einer erfüllenden Arbeit nicht auch Quelle für Stress – wenn man eben keine Erfüllung findet?

Haben wir ein Mentalitätsproblem?

«Es ist wichtig, zu erkennen, dass die Produktivität nicht nur im Moment zählt.»

Michael Hermann, Politgeograf

Es gibt aber auch Berufe, in denen erwartet wird, dass man krampft. Eine Reduktion des Pensums kommt einem Stigma gleich. Wie ändert man das?

Und geändert werden muss wohl einiges. Denn in der Studie liest man, dass die aktuelle Leistungsgesellschaft womöglich mit dazu beitrage, dass die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werde. Das kommt ja einem Kannibalismus gleich.

Wenn Arbeitgeber nun diese Studienresultate lesen, was sollten sie tun?

Was sollten Arbeitnehmer tun?

Was erhoffen Sie sich von den Studienresultaten?