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Bis auf die Knochen

Im Tattooshop No Class in Colorado ist jede Tätowierung kostenlos, solange man sich die Tinte selber unter die Haut jagt.

Nach ein paar Gläsern Schnaps kam dem Skateboarder Jesse Brocato einst die glorreiche Idee, sich selber zu tätowieren. Die Idee von No Class, dem Do-it-yourself-Tattooshop in Colorado, war geboren. Fotos: petergarritano.com
Nach ein paar Gläsern Schnaps kam dem Skateboarder Jesse Brocato einst die glorreiche Idee, sich selber zu tätowieren. Die Idee von No Class, dem Do-it-yourself-Tattooshop in Colorado, war geboren. Fotos: petergarritano.com
Peter Garritano
Wie Jesse Brocato gegenüber dem US-Magazin «Vice» verlauten liess, werde er nie mehr Geld für ein Tattoo ausgeben. Warum auch, wenn man ganz umsonst auf sich rumkritzeln kann.
Wie Jesse Brocato gegenüber dem US-Magazin «Vice» verlauten liess, werde er nie mehr Geld für ein Tattoo ausgeben. Warum auch, wenn man ganz umsonst auf sich rumkritzeln kann.
Peter Garritano
Spiegelverkehrt: Das Selbsttätowieren ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung.
Spiegelverkehrt: Das Selbsttätowieren ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung.
Peter Garritano
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Tätowiert waren in unseren Breitengraden früher Zuhälter, Rockmusiker, Matrosen und sonstige Outlaws. Ein Tattoo war ein Statement, eine Abgrenzung, ein Zeichen. Doch die Zeiten haben sich längst geändert. Heute haben schön frisierte Fussballstars zutätowierte Hände wie russische Knastbrüder, und Webdesigner lassen sich Anker stechen, als stächen sie in See. Der biedere Mainstream hat der Körperkunst die (soziale) Bedeutung geraubt, radikal ist sie schon lange nicht mehr. Es sei denn, man schreibt sich Obszönitäten ins Gesicht oder man geht ganz andere Wege, so wie der Skateboarder Jesse Brocato.

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