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Als dem US-Präsidenten die Tränen kamen

Nach der Ermordung von John F. Kennedy vertraute sich Jackie Kennedy einem Historiker an. Mit ihm sprach sie über intime Details aus dem Weissen Haus. Heute werden nun die brisanten Aufnahmen veröffentlicht.

Vor ihrer Zeit als First Lady: Jacqueline Kennedy schreibt an einer Kolumne, die wöchentlich veröffentlicht wird. (5. Oktober 1960)
Vor ihrer Zeit als First Lady: Jacqueline Kennedy schreibt an einer Kolumne, die wöchentlich veröffentlicht wird. (5. Oktober 1960)
Keystone
In tiefer Trauer: Jacqueline Kennedy mit ihren Kindern Caroline Kennedy und John F. Kennedy jr. an der Beerdigung ihres Ehemannes John F. Kennedy am 26. November 1963.
In tiefer Trauer: Jacqueline Kennedy mit ihren Kindern Caroline Kennedy und John F. Kennedy jr. an der Beerdigung ihres Ehemannes John F. Kennedy am 26. November 1963.
AFP
Erst wenige Wochen im Amt: Der damalige US-Präsident John F. Kennedy (l.) und der damalige UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjold an einer Konferenz in New York. (7. Dezember 1960)
Erst wenige Wochen im Amt: Der damalige US-Präsident John F. Kennedy (l.) und der damalige UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjold an einer Konferenz in New York. (7. Dezember 1960)
Keystone
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Er ist ein legendärer Mythos. Der ewig junge und charismatische Hoffnungsträger Amerikas. 50 Jahre nachdem John F. Kennedy sein Amt angetreten hat, werden einige der Geheimnisse um den ermordeten US-Präsidenten gelüftet.

Laut einem Bericht von «Welt online» erzählte Jacqueline Kennedy wenige Monate nach der Ermordung ihres Ehemannes dem Historiker Arthur Schlesinger in einem achtstündigen Gespräch brisante Details aus ihrem gemeinsamen Leben. Der US-Fernsehsender ABC News widmet den Kennedys heute Abend eine Sondersendung, in der die Aufnahmen erstmals gezeigt werden.

«Ich will nur bei dir sein»

Sie habe ihren Mann während der Kubakrise 1962 angefleht, sie nicht wegzuschicken, erzählte Jacqueline Kennedy im Interview. «Ich will nur bei dir sein, ich will lieber mit dir sterben und die Kinder auch – als ohne dich zu leben», zitierte sie sich selber. Weiter berichtet die damalige First Lady über die Reaktion ihres Mannes auf die gescheiterte Invasion der kubanischen Schweinebucht im Jahr 1961. «Er kam in sein Zimmer und fing an zu weinen mit mir an seiner Seite – er stützte den Kopf in seine Hände und weinte.»

Weiter klären die Aufnahmen darüber auf, was John F. Kennedy von seinem Stellvertreter Lyndon Johnson hielt. Er habe mit Vertrauten Gespräche darüber geführt, wie die Präsidentschaftskandidatur von Johnson nach seiner eigenen zweiten Amtszeit 1968 verhindert werden könne. «Er mochte den Gedanken nicht, dass Lyndon Präsident werden könnte – weil er sich um sein Land sorgte.»

Morgen werden die Aufnahmen als Buch und CD veröffentlicht. Ursprünglich hatte Jacqueline Kennedy veranlasst, dass das Gespräch erst 50 Jahre nach ihrem Tod in die Öffentlichkeit gelangen darf. Doch aufgrund des Amtsantritts ihres verstorbenen Mannes vor 50 Jahren beschloss die Familie, die Aufnahmen schon jetzt freizugeben.

Von Wahlmanipulation und Affären

Weniger positiv sollen die Stimmen in einer Dokumentation ausfallen, die heute im deutschen Fernsehsender ZDF ausgestrahlt wird. In der Dokumentation «Die Geheimnisse des John F. Kennedy» äussern sich laut ZDF enge Freunde und Wegbegleiter erstmals über die Schattenseiten des Verstorbenen. Thematisiert werden Wahlmanipulation, Affären mit anderen Frauen und Verbindungen zur Mafia.

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