«Ich glaube, die Jungs haben Angst vor den Mädchen»

Fuckboys, F plus, Sexting – wie Millennials im Zeitalter ständiger Verfügbarkeit lieben, erzählen vier junge Frauen im Interview.

Zürich, vier 17-jährige Freundinnen, ein heisser Sommer: Was die Gymnasiastinnen von Sexting halten, warum sie nicht auf Pornos stehen und was für sie Liebe ist. Foto: Fabienne Andreoli

Zürich, vier 17-jährige Freundinnen, ein heisser Sommer: Was die Gymnasiastinnen von Sexting halten, warum sie nicht auf Pornos stehen und was für sie Liebe ist. Foto: Fabienne Andreoli

Seid ihr gerade verliebt?
Luisa: Gerade nicht.
Hannah und Carla: Wir sind beide in einer Beziehung.
Nele: Im Moment bin ich mit niemandem zusammen, es ist eher eine Art «F plus», Friends with benefits, aber ohne Verliebtsein.

Wie muss man sich «F plus» vorstellen?
Nele: Es geht um etwas Körperliches, das für den Moment passt. Ich empfinde eine Anziehung zu dem Jungen, aber keine tiefen Gefühle. Wir wollen beide keine Beziehung.

Warum nicht?
Nele: Von ihm weiss ich das gar nicht so richtig – er hat vielleicht ein negatives Bild von Beziehungen. In unserem Alter wollen viele Jungs vor allem rummachen. Bei mir hat es sicher mit dem zu tun, was ich erlebt habe: An einer Party habe ich mit einem Jungen rumgemacht, obwohl ich einen Freund hatte. Und alle haben es mitbekommen, unsere Freundeskreise überschneiden sich. Am nächsten Tag habe ich meinem Freund davon erzählt, und ich verstand auch, dass er mir nicht verzeihen konnte.

Tages-Anzeiger

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