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1409 Schweizer sind über 100-jährig

Die hiesige Bevölkerung wird immer älter – vor allem Frauen. Forscher belegen: Ein Lebensstil mit typischen Schweizer Eigenschaften verhilft zu einem längeren Leben.

Eine Mischung aus Biologie, Umwelt und Lebensstil führt zu einem hohen Alter: Die damals älteste Schweizerin, Rosa Rein, feiert ihren 112. Geburtstag. (24. März 2009)
Eine Mischung aus Biologie, Umwelt und Lebensstil führt zu einem hohen Alter: Die damals älteste Schweizerin, Rosa Rein, feiert ihren 112. Geburtstag. (24. März 2009)
Keystone

Die Uralten in der Schweiz werden immer zahlreicher. Heute leben 1409 Menschen in der Kategorie Ü 100 in der Schweiz – 1'167 sind Frauen. Noch vor fünfzig Jahren erreichten erst 61 Personen das Methusalemalter. Im Gegensatz zu früher verschiebt sich die Grenze laufend nach oben.

Wie wird man über 100 Jahre alt? Gemäss Forschern spielen drei Faktoren eine Rolle. «Grob gesagt, geht man von 25 Prozent Biologie, 25 Prozent Umwelt und 50 Prozent Lebensstil aus», sagt der Altersforscher Mike Martin von der Universität Zürich. Und wie ein amerikanisches Forschungsteam um den Psychologen Howard Friedman herausgefunden hat, ist ein Lebensstil mit «typisch schweizerischen» Eigenschaften auch fördernd, um ein Methusalemalter zu erreichen.

Undisziplinierte sind krankheitsanfälliger

Friedmans Fazit lautet: «Wer sparsam, beharrlich, detailorientiert und verantwortungsvoll ist, lebt am längsten.» Der erste und vielleicht offensichtlichste Grund, warum gerade diese Eigenschaften lebensverlängernd sind, ist, dass Menschen mit diesen Tugenden mehr für den Erhalt ihrer Gesundheit tun und weniger riskante Dinge unternehmen. Beispielsweise trinken und rauchen sie weniger, und auch beim Autofahren finden sie eher das Brems- als das Gaspedal.

Zweitens arbeiten disziplinierte Personen konzentrierter auf ihre Ziele hin und verlieren dadurch nicht nur weniger Geld, sondern können auch Kräfte sparen. Anders die Undisziplinierten: Sie erschöpfen eher und sind dadurch anfälliger für Krankheiten.

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