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«Meist floppen Produkte, die sich nur an Frauen richten»

Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler über kochende Männer, Foodtrends – und den Zusammenhang von Ernährung und Emanzipation.

Sie ist eine der profiliertesten Trendforscherinnen im Ernährungsbereich: Hanni Rützler testet den ersten Burger mit im Labor hergestelltem Rindfleisch.

Sie ist eine der profiliertesten Trendforscherinnen im Ernährungsbereich: Hanni Rützler testet den ersten Burger mit im Labor hergestelltem Rindfleisch.

(Bild: Keystone)

Frau Rützler, fangen wir mit einem Klischee an. Studien sagen: Frauen essen mehr Gemüse. Haben wir andere Gelüste oder liegt das an unserer Erziehung?
Das hat historische Ursachen. Fleisch, Speck und Wurstwaren waren über Jahrhunderte den physisch hart arbeitenden oder sozial privilegierten Männern vorbehalten. Frauen haben die Reste bekommen und mussten sich mehr vegetabil ernähren. Auch solche Erfahrungen formen geschmackliche Vorlieben. Wir essen nicht nur, was uns schmeckt, sondern uns schmeckt, was wir häufig essen. Gleichwohl brechen genderspezifische Geschmäcker auf.

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