Der Weinkonsum erreicht einen neuen Tiefpunkt

Durch Schweizer Kehlen flossen 2016 weniger Wein als im Jahr zuvor. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag bei 40 Flaschen.

Generell rückläufig ist der Rotweinkonsum: Neuer Tiefpunkt in der Schweiz: Ein Weinhändler schenkt Rotwein in ein Glas ein. (Archiv)

Generell rückläufig ist der Rotweinkonsum: Neuer Tiefpunkt in der Schweiz: Ein Weinhändler schenkt Rotwein in ein Glas ein. (Archiv)

(Bild: Keystone Peter Klaunzer)

Jede Schweizerin oder jeder Schweizer hat letztes Jahr durchschnittlich 40 Flaschen Wein pro Jahr getrunken. Das sind gesamthaft 253 Millionen Liter Wein. Gegenüber 2015 ging der Weinkonsum um durchschnittlich 2 Flaschen oder total 10 Millionen Liter zurück.

Mit 253 Millionen Litern habe der Weinkonsum in der Schweiz einen neuen Tiefpunkt erreicht, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft in einer Mitteilung heute. Einzig der Schaumwein, der nicht in den Gesamtkonsum eingerechnet wird, bildet eine Ausnahme. Dessen Konsum stieg um rund 2,1 Prozent auf knapp 19 Millionen Liter.

Tiefe Erntemengen

89 Millionen Liter der 2016 gesamthaft konsumierten Weinmenge stammte aus der Schweiz. Das waren fast 10 Prozent weniger als 2015. Der Grund für den starken Rückgang liegt in den tiefen Erntemengen in den Jahren 2013 bis 2015. Die Nachfrage nach Schweizer Wein konnte 2016 nicht vollständig gedeckt werden.

Mit einer Erntemenge von 108 Millionen Litern lag die Weinlese letztes Jahr aber wieder einmal über dem langjährigen Schnitt. Deshalb stiegen im vergangenen Jahr die Lagerbestände an Schweizer Wein erstmals seit 2012 wieder an.

Die ungedeckte Nachfrage nach Schweizer Wein wurde nur beim Weisswein teilweise durch Importwein ausgeglichen. Der Konsum von ausländischem Weisswein stieg um 1,9 Prozent auf rund 40 Millionen Liter.

Generell rückläufig ist der Rotweinkonsum. Der Konsum von Schweizer Rotwein sank um 6,3 Prozent, derjenige von ausländischem Rotwein um 0,9 Prozent.

nag/sda

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