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Das verkannte weisse Wunder

In mageren Zeiten war er einst beliebt, weil ihn die Käsereien fast umsonst abgaben. Jetzt feiert der Frischziger, der bei der Käseherstellung quasi als «Abfall» übrig bleibt, ein Comeback als Lifestyleprodukt.

«Abfallprodukt» beim Käsen: Käsermeister Beat Reist formt einen Vierkilo-Mocken, nachdem der Frischziger im Nylontuch (rechts) abgetropft ist.
«Abfallprodukt» beim Käsen: Käsermeister Beat Reist formt einen Vierkilo-Mocken, nachdem der Frischziger im Nylontuch (rechts) abgetropft ist.
Enrique Muñoz Garcia
Lifestyleprodukt: So wird Ziger im Grossverteiler angeboten.
Lifestyleprodukt: So wird Ziger im Grossverteiler angeboten.
zvg
Nicht zu verwechseln mit Frischziger: Schabziger.
Nicht zu verwechseln mit Frischziger: Schabziger.
zvg
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Beat Reist fasst prüfend an ein weisses Tuch, das an einem Haken baumelt und ein bisschen aussieht wie ein Kleidersack. «Es ist noch nicht ganz so weit», sagt er dann. Also geht er ein, zwei Schritte weiter. Dort lagern zwei weisse Mocken, die zuvor ebenfalls in den Tüchern zum Abtropfen hingen, auf einem blanken Tisch. Fast liebevoll tätschelt Reist das schneeweisse Material und gibt ihm so die Form.

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