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Ein Craft-Bier mit 17,2 Volumenprozent

Martin Wartmanns Bier ist stärker als Wein. Geht der Trend dabei nicht eher hin zu alkoholfreiem Bier? Ein Besuch.

Die Fässer wurden einst für Rum oder Whisky verwendet: Martin Wartmann im Bierkeller im Kloster Fischingen. Foto: Christoph Kaminski

Die Fässer wurden einst für Rum oder Whisky verwendet: Martin Wartmann im Bierkeller im Kloster Fischingen. Foto: Christoph Kaminski

Daniel Böniger@tagesanzeiger

Ist das überhaupt noch Bier? Bei der Eidgenössischen Zollverwaltung, zuständig für die Besteuerung von Gerstensaft, winkte man erst ab, als Martin Wartmann sein jüngstes Jahrgangsbier anmelden wollte: Das «2019er», das er vor gut einem Jahr gebraut hatte, wies einen Alkoholgehalt von 17,2 Prozent auf – nicht mal Rotwein hat so viele Umdrehungen. Wartmann musste deshalb noch ein paar behördliche Hürden nehmen, unter anderem verlangte man von ihm einen Strafregisterauszug. Erst danach wurde offiziell bescheinigt: Ja, er darf das aussergewöhnliche Brauerzeugnis Bier nennen. Er muss es aber wie einen Schnaps versteuern.

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