Schweizer wollen Schweizer Nahrungsmittel auf dem Teller

Essen Herr und Frau Schweizer in einem Restaurant, sollen es Schweizer Zutaten sein. Was ihnen sonst noch wichtig ist, hat eine Umfrage der Zürcher Gastronomie ergeben.

Besonders beim Fleisch achten Restaurantgäste auf die Herkunft: Ein Gericht in einem Tessiner Restaurant (Archiv).

Besonders beim Fleisch achten Restaurantgäste auf die Herkunft: Ein Gericht in einem Tessiner Restaurant (Archiv).

(Bild: Keystone Pablo Gianinazzi)

Beim Essen im Restaurant achten die Gäste bei den verwendeten Zutaten auf Schweizer Produktion. Vor allem beim Fleisch und Geflügel ist ihnen die Herkunft wichtig, ebenso bei Eiern, Brot und Backwaren.

Zudem ist ihnen wichtig, dass das Menü von Mitarbeitenden zubereitet wird, die faire Anstellungsbedingungen haben. Dies zeigt eine Umfrage des Verbands der Zürcher Hotellerie- und Gastronomieunternehmen ZFV.

CO₂-Abdruck – was ist das?

Ob die Produkte aus fairem Handel, aus biologischem Anbau, aus ethischer Tierhaltung oder ressourcenschonender Zubereitung stammen, spielt dagegen eine untergeordnete Rolle.

Wenig anfangen können die Gäste mit dem CO₂-Fussabdruck auf der Speisekarte. In der ZFV-Umfrage bei mehr als 1000 Personen hat knapp ein Drittel angegeben, die Angaben eines CO₂-Fussabdrucks seien überflüssig. Ein Viertel sagte aus, man wisse nicht, was das sei. Ein Fünftel weiss es, findet die Hinweise sinnvoll, beachtet sie aber nicht.

Wachstum trotz Frankenstärke

Die Gastronomiegruppe ZFV umfasst 153 Betriebe und beschäftigt 2588 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Trotz Frankenstärke ist die Gruppe auch im ersten Quartal gewachsen. Der Gesamterlös aus der Gastronomie hat im Vorjahresvergleich um 2,7 Prozent auf 54 Millionen Fr. zugelegt.

Der Gesamterlös inklusive Liegenschaften liegt mit 55 Millionen Fr. um 2,6 Prozent höher. Das Unternehmensergebnis auf operativer Stufe (vor Steuern, Abschreibungen und Wertberichtigungen: Ebitda) liegt um 8,9 Prozent höher bei 3,4 Millionen Franken, wie die Gastronomiegruppe ebenfalls am Montag mitteilte.

Das Jahresergebnis 2014 hat die Gruppe bereits im Februar kommuniziert. Der Umsatz wuchs um 7,3 Prozent auf 235,9 Millionen Franken, der Betriebsgewinn um 5,3 Prozent auf 27,7 Millionen Franken. Im laufenden Jahr will die Gruppe weiter wachsen, unter anderem dank Vertragsverlängerungen mit den Universitäten Zürich und Bern um sieben respektive fünf Jahre.

hvw/sda

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