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Essen im Osten oder Westen

Auch die Berner Zeitung wäre Anfang Woche zum Testessen im wieder eröffneten Restaurant Yù im Kursaal eingeladen gewesen. Aber die Besseresser hielten ihre Gspändli sanft zurück.

Wir wollten «die neue Genuss-Oase» (Eigenwerbung Kursaal) unangemeldet, uneingeladen und unbestechlich besuchen. Das haben wir getan und waren nach dem Abend nicht unzufrieden. Unsere «Oase» wird das Yù aber auch nicht. Eine Oase ist ein «bewohnter Ort». Das Yù ist ein Durchgangsort, ein professionelles, aber kühles Hotelrestaurant, wie es sie unzählige gibt.

Sehr freundlich und effizient war die Yù-Crew. Teure, aber tolle Weinempfehlung vom Chef de Service (Sauvignon blanc vom Rebgut der Stadt Bern für Fr. 9.50 pro Glas)! Knusprige Crevettenchips à discretion gabs zum Apéro. Wir blieben auf dem Ostteil der Speisekarte und bestellten asiatisch. Asiatisch heisst im Yù: ein Mix aus chinesischen, japanischen und thailändischen Gerichten, der den Geschmack der Masse trifft. Nicht, dass wir jetzt falsch verstanden werden: Die Speisen waren frisch zubereitet, schmackhaft und überdurchschnittlich hübsch präsentiert. Einen bleibenden Eindruck hinterliess die Küche aber nicht. Wir assen: Dim Sum und Poulet-Satay-Spiessli als Vorspeise. Anschliessend Pad-Thai-Reisnudeln mit Poulet und Tofu.

Fürs Finale reisten wir nach Westen und gönnten uns einen Cheesecake mit marinierten Erdbeeren und ein Schokoladenfondant mit Chili-Ingwer-Glacé. Die Desserts waren der kulinarische Höhepunkt des Abends. Eine eigene Idee, gut umgesetzt.

besseresser@bernerzeitung.ch

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