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Die schmutzigsten Autobahn-Tankstellen der Schweiz

Wer auf Autobahn-Tankstellen eine Toilette benützt, tut dies auf eigenes Risiko. Ein Test in 11 Ländern Europas zeigt, wie schmutzig die Orte sind. Auch in der Schweiz.

Ein Test von 77 Autobahn-Tankstellen in 11 Ländern Europas brachte zahlreiche, zum Teil krankheitserregende Keime zum Vorschein. Punkto Hygiene besteht ein beachtlicher Nachholbedarf.

In der Schweiz trifft dies ganz besonders auf die Tankstellen auf den Raststätten in La Côte, Würenlos Nord, Grauholz Süd und Saint Bernard zu. Das Verbesserungspotenzial sei gross, schreibt der Touring Club Schweiz (TCS) heute in einer Mitteilung. Er machte den Test zusammen mit seinen europäischen Partnerclubs.

Fäkalkeime und Wundinfektionserreger

Es wurden «Abklatschproben» genommen und im Labor analysiert. In den meisten Toiletten habe man mangelnde Hygiene festgestellt, sagte TCS-Tester Olivier Caspar. Manche Toiletten seien optisch sauber gewesen, aber mit Keimen verunreinigt. «Bei manchen war beides schlecht.»

Man habe Fäkalkeime gefunden, welche Durchfall verursachen können, führte der TCS-Experte aus. Ebenfalls festgestellt worden seien Wundinfektionserreger.

Schweizer Tankstellen «ausreichend»

Insgesamt rangiert die Schweiz mit dem Gesamtergebnis «ausreichend» im europäischen Mittelfeld. In der Deutschschweiz wurden fünf Autobahn-Tankstellen getestet, in der Westschweiz drei und im Tessin eine.

Ein «Gut» erhielten in der Gesamtbewertung Rose de la Broye und Würenlos Nord. Nur gerade ein «Ausreichend» gab es für Bellinzona Süd, Gotthard West, La Côte Nord, Grauholz Süd, Saint Bernard, Pratteln Nord und Thurau Nord.

Insgesamt überwiege auf den neun getesteten Schweizer Tankstellen der positive Eindruck, heisst es. Gefallen habe das reichhaltige Angebot der Shops.

Tschechien ist Testsieger

Im Europa-Vergleich am besten schneidet die tschechische Tankstelle Kozlov-Cerna Studanka ab. Dies widerspiegelt sich insgesamt in den sehr guten Platzierungen der osteuropäischen Länder.

Tschechien, Slowenien und Kroatien sind dank ihren gepflegten Einrichtungen und dem guten Shopangebot auf den ersten fünf Plätzen. Das Schlusslicht bildet die niederländische Anlage De Buunderkamp an der A12 (Utrecht-Arnheim).

Unter Berücksichtigung der Kaufkraft sind die Preise der deutschen Tankstellenshops am höchsten, vor der Schweiz und Österreich. Am anderen Ende der Skala bewegen sich die «Billigländer» Kroatien, Slowenien und Tschechien.

Grosses Preisgefälle

Tankstellenshops sind in der Regel teuer. Wer in Tankstellen einkauft, muss grosse Preisunterschiede in Kauf nehmen. So kostet eine Warnweste im französischen Beaune-Merceuil 2.10 Euro, im Gotthard-West-Tankstellenshop sind es umgerechnet 18.36 Euro.

In Golling (Österreich) kommt eine Tasse Cappuccino auf 3 Euro zu stehen, in Brno-Stary Liskovec (Tschechien) erhält man dafür gleich sechs Tassen dieser italienischen Spezialität.

SDA/lcv

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