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Das Verhängnis des Rollkoffers

Beim Einsteigen in den Zug wird es offensichtlich: Die Leute packen für die Ferien viel zu viel ein. Sie wollen auf nichts verzichten und ärgern sich dann über die Mühsal des Reisens.

Weil die Koffer mit Rädern nur selten hochgehoben werden müssen, sind sie bis zum Platzen voll: Reisende auf dem Weg in die Ferien.
Weil die Koffer mit Rädern nur selten hochgehoben werden müssen, sind sie bis zum Platzen voll: Reisende auf dem Weg in die Ferien.
Reto Oeschger

Was ist bloss drin in diesen Koffern? Sie müssen Zentner wiegen, denn die Senioren, die meisten Frauen und die unsportlichen Männer kriegen sie nur mit grösster Mühe in den Zug. Was ist wohl drin? Backsteine fürs Ferienhaus? Zementsäcke für die Strandburg? Schwarzgold? Die Grossmutter?

Drei Treppenstufen müssen überwunden werden, um in den Wagen zu gelangen. Sie sind steil und der Türrahmen ist eng. Verschiedene Techniken lassen sich am Wochenende im Hauptbahnhof beobachten – eine so ungeschickt wie die andere. Koffer von unten hochzustemmen, führt zu gefährlicher Vorlage und drohenden Rückenschäden. Koffer von oben hochziehen – dito. Koffer am ausgezogenen Griff hochzuziehen, krümmt zwar den Rücken weniger, lässt aber den Koffer kippen. Stufen einzeln betreten – mit Koffer bei Fuss – ist kraftsparend, braucht aber Zeit und dreimaliges Ausbalancieren.

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