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Als Bahnfahren noch krank machte

Sich ähnelnde Beschwerden wie Reizbarkeit, Müdigkeit und Schmerzen begleiten neue technische Errungenschaften wie ein Schatten des Fortschritts, sagt Medizinhistorikerin Esther Fischer-Homberger. Auch die moderne Diagnostik versteht diese Leiden nicht.

Der vorsichtige Reisende schützt sich gegen Eisenbahnunfälle. Karikatur von 1847.
Der vorsichtige Reisende schützt sich gegen Eisenbahnunfälle. Karikatur von 1847.
zvg
Stammmutter des diffusen Leidens an der Moderne: Die Melancholie, 1514 von Albrecht Dürer dargestellt als übel gelaunte Dame, die an zu viel schwarzer Galle leidet.
Stammmutter des diffusen Leidens an der Moderne: Die Melancholie, 1514 von Albrecht Dürer dargestellt als übel gelaunte Dame, die an zu viel schwarzer Galle leidet.
zvg
Die rasante  Moderne setzt Sensiblen zu: New York 1922.
Die rasante Moderne setzt Sensiblen zu: New York 1922.
zvg
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Dass «elektrosensible» Leute an der WLAN-Strahlung leiden und die Erschöpfung in der Arbeitswelt den Krankheitsnamen «Burn-out» erhält, das kommt der Berner Medizinhistorikerin Esther Fischer-Homberger (73) irgendwie bekannt vor.

Sie spricht von einem «Bündel von Leiden, die in der Medizin heimatlos sind» und für die im Laufe der Geschichte «immer wieder neue Erklärungen gesucht werden». Die Psychotherapeutin hat von 1978 bis 1984 das Institut für Medizingeschichte der Universität Bern geleitet.

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