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Viele Tore bei SCL-ErfolgLangenthal ist zurück auf der Siegesstrasse

Elf Tore und elf kleine Strafen: Beim 7:4-Erfolg des SC Langenthal gegen den EHC Visp gab es jede Menge Action.

Langenthals Marc Kämpf (rechts) im Duell mit dem Visper Pascal Blaser.
Langenthals Marc Kämpf (rechts) im Duell mit dem Visper Pascal Blaser.
Foto: Manuel Zingg

Der SC Langenthal wollte nach den drei Niederlagen in Serie gegen den Tabellenachten Visp eine Reaktion zeigen. Unter dem neuen Trainer Yves Sarault gestalteten die Walliser drei der letzten vier Duelle siegreich. Doch Saraults jüngster Auftritt in der Eishalle Schoren endete mit einer weniger schönen Erinnerung: Einer 4:7-Niederlage mit seiner neuen Mannschaft.

«Heute gaben wir dem Gegner zu viele Chancen», sagte Sarault nach dem Spiel. Zwar führte zunächst Visp, doch nur 27 Sekunden glich der SCL aus, und nach einem Treffer aus nächster Nähe durch Eero Elo war die Wende vollzogen. Langenthal zeigte sich facettenreich. Zum Beispiel kombinationsstark, als SCL-Stürmer Eric Himelfarb im schnellen Lauf auf Stefan Rüegsegger spielte, der nahezu direkt auf Marc Kämpf weiterleitete, der den Tempoangriff zur 4:2-Führung abschloss. Oder durchsetzstark, als Stefan Rüegsegger über links durchbrach, vor das Tor zog und aus vollem Lauf heraus auf 6:3 erhöhte.

Hartnäckige Walliser

Zwischenzeitlich lag der SCL 5:2 und 6:3 vorne. Ganz distanzieren liessen sich die Walliser, die eingangs Woche Ajoie auswärts bezwungen hatten, längere Zeit nicht. Die von Sarault auf Kampfgeist getrimmten Visper arbeiteten sich immer wieder nahezu auf Augenhöhe heran.

Endgültig sicherte sich der SCL ausgerechnet in dem Moment den Sieg, im dem Visp noch einmal hätte herankommen können: Sechs Minuten vor Spielende konnten die Walliser in Überzahl antreten – der Anschlusstreffer zum 6:5 hätte eine dramatische Schlussphase eingeläutet. Doch kurz vor Ablauf der Strafe gelangte SCL-Stürmer Tom Gerber an die Scheibe und lancierte Robin Nyffeler, der in Unterzahl auf 7:4 erhöhte.

Wegen einer weiteren Strafe gegen Langenthal konnte Visp in den beiden Schlussminuten erneut zum Power-Play antreten. Doch der SCL geriet nicht mehr ins Wanken. Stürmer Dario Kummer meinte nach der Partie: «Wir zeigten ein gutes Spiel, hätten aber ein, zwei Tore mehr schiessen können. Doch das brauchte es am Schluss zum Glück nicht mehr. Es tat extrem gut für das Selbstvertrauen, das Toreschiessen fehlte zuletzt etwas. Wir haben einen starken Gegner erwartet, waren aber auch entsprechend gut auf ihn vorbereitet.»