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Prozess am ObergerichtLandwirt schoss auf Hanfdieb und sperrte ihn in Rübenkeller

Ein Bauer vom Längenberg wehrt sich gegen eine Gefängnisstrafe. Er hatte seinen Hanf vehement verteidigt und zu unzimperlichen Mitteln gegriffen.

Das Obergericht muss sich mit einer Wildwestszene bei einem Hanfdiebstahl befassen.
Das Obergericht muss sich mit einer Wildwestszene bei einem Hanfdiebstahl befassen.
Foto: Franziska Rothenbühler

Es ging drunter und drüber vor vier Jahren bei einem abgelegenen Bauernhof auf dem Längenberg. Diebe hatten es in der stockdunklen Nacht Anfang Oktober auf erntereife Hanfpflanzen abgesehen. Doch sie wurden vom Landwirt und seinem Kollegen erwartet, die bereit waren, das berauschende Kraut mit allen Mitteln zu verteidigen.

Der Bauer und sein Helfer spürten einen der mutmasslichen Diebe auf. Sie verfolgten ihn und schossen mit einer Schrotflinte auf den Flüchtenden. Sie stellten ihn, schlugen mit einem Baseballschläger auf seine Beine, fesselten ihn mit Kabelbinder, verfrachteten ihn auf die Ladefläche eines Pick-ups und sperrten ihn schliesslich für zwei Stunden in einen Rübenkeller.

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