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Humor gegen Virus-KriseLachen in Corona-Zeiten – Folge 5

Alain Berset lässt uns raus, «Kiss» strickt zu Hause – und Hazel Brugger stellt die Hitler-Frage: Eine neue Folge Virus-Humor.

«Liebe Mitbürger, es ist gut jetzt, Sie können rausgehen!»
«Liebe Mitbürger, es ist gut jetzt, Sie können rausgehen!»
Urheber unbekannt

Bald drei Wochen sind wir nun zwangsweise zu Hause. Und jetzt kursiert auch noch dieses Foto eines um Jahre gealterten Alain Berset, der uns wieder in die Normalität entlässt. So lange wird es – hoffentlich – wohl nicht dauern. Auch wenn es ein ähnliches Foto mit Angela Merkel gibt. Aber etwas zuwarten müssen wir sicher noch, bis alles wieder wie früher ist. Wie die Zeit vertreiben? Vielleicht mit etwas Corona-Humor. Hier unsere aktuelle Auswahl:

1. «Stay the f*** at home»

Damit wir nicht jahrelang in Selbstquarantäne verbringen müssen, hier gleich zu Beginn nochmals gesungen die wichtigsten Verhaltensregeln. Auf YouTube ist das Video ein Millionenhit. Inzwischen gibt’s davon auch eine kinderfreundliche Version. Hier aber das Original für Erwachsene:

2. Alle zu Hause? Ja, wirklich alle!

Bei den allermeisten ist die Botschaft angekommen, dass wir nun am besten zu Hause bleiben. Selbst Jesus und seine Jünger halten ihr letzes Abendmahl via Videokonferenz ab:

Auch Gene Simmons von Kiss verbringt seine Zeit jetzt zu Hause mit Stricken. Nun gut, das folgende Bild stammt aus einer Kampagne einer dänischen Werbeagentur. Aber der echte Simmons hat kürzlich ein Video veröffentlicht, in dem er sich bei allen Ärzte und Pflegekräften bedankt. Zugleich wandte sich Simmons aber auch an seine Fans: Im Zweiten Weltkrieg liessen im Kampf gegen die Nazis viele ihr Leben. «Und wisst Ihr, was von Euch verlangt wird? Zu Hause zu bleiben, während Leute ihr Leben riskieren und Euch Essen bringen.»

Ebenfalls in Selbstquarantäne ist Jack Black. Dem US-Schauspieler scheint es aber nicht allzu langweilig zu sein: Der 50-Jährige debütierte kürzlich mit einem «Quarantäne-Tanz» auf TikTok. Es ist nicht das erste Corona-Video, das Black veröffentlichte. In einem früheren verwandelte er den Flur seiner Villa in einen Catwalk.

4. Etwas Inspiration fürs Homeoffice

Wem die Alabatros-Choeografie von Jack Black etwas zu wenig kühn ist, findet vielleicht im folgenden Video Inspiration für die Lockdown-Tage. Der Name des Turners ist unbekannt. Aber mit seinem schwungvollen Anarchismus stellt er sogar den Schweizer Freeskier Andri Ragettli in den Schatten, der vor einigen Tagen durch seine Wohnung turnte. Nach diesem Video wissen wir endlich auch, wofür Laufbänder nützlich sind.

5. Wie sag ich’s den Kinder?

Während einige turnen und tanzen, haben andere handfeste Sorgen. Wie sagt man es etwa den Kindern, dass Mama und Papa jetzt gerade am Arbeiten sind oder ihre Ruhe brauchen. Ein Klassiker ist das folgende Video:

Neueren Datums ist dieses Plakat, das eine Mutter an die Tür ihres Homeoffices geklebt hat:

6. Corona-Torten

Katja Berlin ist Autorin und Grafikerin – und hat ein neues Genre erfunden: Infografiken, in denen sie Humor und Scharfsinn paart. Das macht Berlin zwar schon seit mehreren Jahren sehr erfolgreich für Zeitungen und in Büchern. Aber in der Corona-Krise hat die 40-jährige Deutsche einige ihrer besten Grafikkolumnen geschaffen, die «Torten der Wahrheit» genannt werden. Hier unsere Highlights:

7. Für die Fans des Subtilen und Schönen

Social Distancing ist das Gebot der Stunde. Wie das geht, zeigen viele Kunstwerke. Etwa die Vereinsamten in den Bildern Edward Hoppers. Zumindest glauben einige nun darin unsere Ausnahmesituation wiederzukennen. Das Gleiche kann für die Filme von Wes Anderson gelten, wie der folgende liebevolle Zusammenschnitt zeigt:

Besonders gut gefallen uns – wir sind halt Journalisten – auch die folgenden Dialoge zwischen einem Füchschen und einem jungen Dachs, die beide der Redaktion einer imaginären Waldzeitung angehören. Geschrieben werden die Dialoge von David Hugendick, Literaturredaktor bei der «Zeit». Hier die drei jüngsten Dialoge, die Hugendick fast täglich veröffentlicht – und in denen gespiegelt wird, womit sich Redaktionen zur Zeit beschäftigen. Nicht nur im Wald und in Deutschland.

8. Wie weit darf Satire gehen?

Der Virologe Christian Drosten ist so etwas wie der Superstar der Corona-Krise, seit er für den NDR einen Podcast aufzeichnet, in dem er auf dem Stand der Forschung die wichtigsten Fragen zum Virus beantwortet. Wahrscheinlich hat zur Zeit niemand eine solch hohe Glaubwürdigkeit wie der 1972 geborene Deutsche. Sicher darf man Witze über ihn machen, aber das folgende Video, in dem er als Fake geoutet werden soll, geht einigen wohl etwas zu weit. Aber urteilen Sie selbst:

9. Wie viele Hitler-Biografien hält man zu Hause aus?

Hazel Brugger ist seit Beginn der Corona-Krise mit ihrem Partner Thomas Spitzer voll auf Sendung. Nachdem sie Desinfektionsmittel und Cookies hergestellt hat, sortiert sie in ihrem jüngsten Video ihre Bücher nach Farben. Wie sich herausstellt, ist das eine ziemlich schlechte Idee. Denn Brugger und ihr Freund besitzen eine umfangreiche und gut bestückte Bibliothek. Wir erfahren da, dass Bruggers Lieblingsautor Markus Werner ist (sehr gute Wahl) – und wie sie mal einen gebrauchten Staubsauger zu konfigurieren versuchte. Ausserdem geht es um die Frage, wie viele Hitler-Biografien ein Haushalt aushält.

Bonus

Zum Schluss noch ein Gruss ans Corona-Virus von einem der vielen Helden, die unter Einsatz all ihrer Kräfte den Laden am Laufen halten:

5 Kommentare
    Thomas Fuhrimann

    Erinnert mich an eine Zoo Plakatwerbung. "Mami schau! Ein Waschbär!" - Höchste Zeit wieder einmal in den Zoo zu gehen...