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Terrakotta-Kämpfer auf dem Holzweg

Das Opernfestival Avenches zeigt Verdis Frühwerk «Nabucco» als statisches Operntableau, aufgepeppt durch Computeranimationen mit dem Charme eines Bildschirmschoners.

Wenn das Bildschirmblut trieft: Szene aus «Nabucco» in Avenches.
Wenn das Bildschirmblut trieft: Szene aus «Nabucco» in Avenches.
zvg

Ja, wo sind wir denn da gelandet? In Jerusalem, in Babylon – oder etwa im zentralchinesischen Xi’an? Im Finale des zweiten Akts gerät manches durcheinander. Fürchterlich stolz steht Nabucco auf der Bühne der römischen Arena. Er schimpft über die «dummen Juden». Und seine Stimme schraubt sich in Halbtönen nach oben. «Nur einen Gott» gebe es: «Euren König!»

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