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Eiskalt erwischt

Verloren im Land der Lieblosigkeit: Konzert Theater Bern zeigt Antonín Dvoráks Märchenoper «Rusalka» in einer stimmigen Inszenierung. Doch es gibt da ein paar Grundprobleme.

Schockgefroren: Rusalka (Evgenia Grekova) im Stadttheater.
Schockgefroren: Rusalka (Evgenia Grekova) im Stadttheater.
Philipp Zinniker

Als Rusalka eines Morgens aus unruhigen Träumen erwacht, findet sie sich auf ihrem Sofa zu einem Wasserwesen verwandelt. Wo mal Beine waren, hängt nun ein glitschiger Fischschwanz. Und ihre Puppen haben sich in hexenhafte Quälgeister verwandelt.

Guten Morgen! Unten im Orchestergraben grummeln die Celli, und die Violinen treiben mit den Holzbläsern sehnsüchtig dahin. Franz Kafka («Die Verwandlung») lässt grüssen. Sigmund Freud ebenso.1901, als Dvoráks Märchenoper in Prag uraufgeführt wurde und zum Grosserfolg wurde, hatte Freud soeben seine Theorie der Psychoanalyse veröffentlicht. Von unterdrückten Trieben war darin die Rede und von Träumen, die es zu entschlüsseln galt.

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