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Ein Wolf ohne Steppe

«Steppenwolf» ist ein Text für Junge. Trotzdem fühlt sich die Inszenierung im Zürcher Schiffbau alt an.

Alexandra Kedves
Einer von den vielen Steppenwölfen: Timo Fakhravar.
Einer von den vielen Steppenwölfen: Timo Fakhravar.
Foto: Toni Suter/T+T Fotografie

Wo dieser Steppenwolf wohnt, gibts keine Steppe: Da öffnet sich Vorhang um Vorhang, aber hinter tausend Fäden keine Welt. Da betritt er Bühne um Bühne und bleibt, wie alle, blosser Spieler – in der Schiffbau-Box ebenso wie im Roman. «Oh, ich war gewillt, das Spiel nochmals zu beginnen – die Hölle meines Innern nochmals und noch oft zu durchwandern», heisst es am Schluss von Hermann Hesses heiliger Schrift aus dem Jahr 1927, «Der Steppenwolf»; und die Inszenierung von Bastian Kraft hält am Glauben fest, als sei sie ein missionierender Jünger in der Diaspora.

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