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Ein Schuss Frivolität und Kitsch

«Gräfin Mariza» im Theater National vermischt Wiener Schmäh mit hiesigem Lokalkolorit. Der 21-jährige künstlerische Leiter will mit der aufwendigen Produktion die Operette entstauben. Der Besuchersturm blieb aber aus.

In Feierlaune: Gräfin Mariza (Rebekka Maeder, links in Blau) und ihre Gäste lassen es krachen.
In Feierlaune: Gräfin Mariza (Rebekka Maeder, links in Blau) und ihre Gäste lassen es krachen.
Hans Wüthrich

Es kichern die Dienstmädchen und tanzen die Zigeunerinnen, während sich bei den Reichen alles um die Liebe dreht. Die Operette «Gräfin Mariza» des ungarischen Komponisten Emmerich Kálmán entführt ins Wien der Zwanzigerjahre, in eine Zeit, als die Aristokratie ausschweifend feierte und standesgemäss heiratete. Die 1924 in Wien uraufgeführte Operette besticht durch volkstümlichen Witz und eingängige Lieder, wie «Schwesterlein, Schwesterlein» oder «Komm, Zigan, komm, Zigan, spiel mir was vor.»

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