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Die gut gemeinte Anklage

In der Roten Fabrik befasst sich die tunesisch-schweizerische Co-Produktion «So viel Meer zwischen uns» mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik. Doch der Theaterabend endet allzu harmonisch.

Spielen an gegen Kaltherzigkeit und Dummheit: Baghdadi Aoun (links), Mehran Mahdavi und Meret Bodamer. Foto: PD
Spielen an gegen Kaltherzigkeit und Dummheit: Baghdadi Aoun (links), Mehran Mahdavi und Meret Bodamer. Foto: PD

«Wir brauchen einen neuen Marx!», heisst es einmal an diesem Abend, in dem es gemäss Ankündigung um die Frage gehen soll, ob das «Meer zwischen Europa und dem Norden Afrikas nicht unser gemeinsames Meer, ein wahrhaftes Mare Nostrum» sei, was einem angesichts der Aktualität einen Bildertsuna­­mi mit toten Bootsflüchtlingen durch den Kopf spült. Vor dem Hintergrund der jüngsten Katastrophen auf dem Mittelmeer spielt denn auch die Theaterproduktion «So viel Meer zwischen uns», an der sich insgesamt vier Institutionen aus der Schweiz und aus Tunesien beteiligt haben und die uns gleich zu Beginn die Figur eines jungen Tunesiers mit Kapuzenpulli und Bart zeigt, der alle seine Hoffnungen auf ein Leben am europäischen Ufer des Mittelmeers richtet – und dabei ertrinkt.

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