Zum Hauptinhalt springen

Aufbruch ins gelobte Land

Gelungener Saisonstart: Konzert Theater Bern bringt Joseph Roths Roman «Hiob» auf die Bühne. Die minimalistische und beklemmend aktuelle Inszenierung vermag zu packen. Unterschiedlich sind die einzelnen darstellerischen Leistungen.

Helen Lagger
Dramatisch: Mendel Singer (Stéphane Maeder) und Deborah Singer (Milva Stark) verzweifeln an ihrem behinderten Sohn Menuchim.
Dramatisch: Mendel Singer (Stéphane Maeder) und Deborah Singer (Milva Stark) verzweifeln an ihrem behinderten Sohn Menuchim.
zvg/Annette Boutellier

Der Bühnenraum evoziert einen grossen Schiffsbauch, lässt aber auch an ein Kirchenschiff denken. Requisiten gibt es keine in diesem Bunker aus Holz. Hier schläft, isst, putzt und streitet die Familie Singer. Regisseur Ingo Berk – einst Assistent von Christoph Marthaler – bringt seine eigene Bearbeitung von Joseph Roths «Hiob» auf die Bühne. Berks Stück bleibt stets nahe an Roths Text und verdichtet gekonnt. Zur Verfügung stehen ihm drei Musiker, die das Geschehen untermalen, und ein Schauspielensemble, das nach etlichen Abgängen gerade erst neu zusammengewürfelt wurde.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen