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Sabine Timoteo rettet die Schweizer Ehre in Cannes

Die Schweizerin Sabine Timoteo spielt im Film «Sicilian Ghost Story» mit, der in Cannes gezeigt wird.

Gegen alle Widerstände: Julia Jedlikowska im Film «Sicilian Ghost Story».
Gegen alle Widerstände: Julia Jedlikowska im Film «Sicilian Ghost Story».
zvg

Irgendwo in Sizilien: Eine Mutter gebärdet sich so streng wie ihr Haarzopf, gegen Ende zerbricht sie jedoch fast an der Dickköpfigkeit ihrer Tochter, und zwischendurch spricht sie ... Berndeutsch?

Ja, diese wenig hilfreiche Mamma wird von Sabine Timoteo gespielt, die nach «Le meraviglie» (2014) wiederum einen ­filmischen Kurzauftritt in Cannes hat. Damit rettet die Berner Schauspielerin sozusagen die Schweizer Ehre in einem schweizarmen Festivaljahrgang.

Der Film von Fabio Grassadonia und Antonio Piazza heisst «Sicilian Ghost Story» und beruht auf dem grausigen Fall von Giuseppe Di Matteo, der 1993 von der Mafia entführt wurde – als Druckmittel gegen Giuseppes kriminellen Vater, der gegenüber der Justiz auspackte. Der Teenager wurde nach 779 Tagen Gefangenschaft umgebracht, sein Körper in Salzsäure aufgelöst.

Trailer (in italienisch)

Quelle: Youtube.com/bimdistribuzione

«Sicilian Ghost Story» ist nun allerdings – der Titel suggeriert es – nur bedingt an einer realistischen Aufarbeitung interessiert. Stattdessen schafft er zwischen Giuseppe (Gaetano Fernandez) und der ihn gegen alle Widerstände suchenden Luna (Julia Jedlikowska) übernatürliche Begegnungspunkte, wo sie sich in ihrer Verzweiflung beistehen können.

Diese Verquickung von Ohnmacht und Mystery erinnert zuweilen an die Netflix-Serie «The OA». Mit expressiven Landschaftsaufnahmen gelingt es «Sicilian Ghost Story» allerdings, sich als eigenständiges Werk über Hoffnung und Hartnäckigkeit zu profilieren.

«Sicilian Ghost Story»:Das Schweizer Startdatum ist noch offen.

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