«Wir zoffen nur noch auf der Bühne»

Die Singerellas singen von Malheurchen und Pläsierchen. Wir haben mit der Bernerin im Trio gesprochen, mit Linda Trachsel (30).

Die Singerellas: Tabea Lendi, Linda Trachsel und Evelyn Plattner.

Die Singerellas: Tabea Lendi, Linda Trachsel und Evelyn Plattner. Bild: zvg

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Linda Trachsel, Ihre Partnerinnen sind aus Zürich und St. Gallen. Wann gibt es Kantönli-Zoff?
Linda Trachsel: Zum Glück sehr selten. Wenn, dann bei Fragen wie «Welcher Dialekt ist das richtige Schweizerdeutsch?». Diesen Schlagabtausch nehmen wir direkt mit auf die Bühne. Meistens gewinnt Bern.

Das Rezept der Singerellas scheint einfach: ein bekannter Hit, dazu ein eigener Text in Mundart. Was kommt zuerst?
Oft inspiriert uns eine einzige Phrase des Originals zu einer Übersetzung. Etwa so, wie wir als Kinder englische Songs mit improvisiertem Text nachgesungen haben und so die lustigsten Wortkreationen entstanden sind.

Das aktuelle Programm heisst «Läbenamlimit». Was macht Ihnen das Leben schwer?
Es begann schon heute Morgen: Ich ging ohne Kaffee aus dem Haus. Evelyn liess den Gute-Laune-Tee 8 statt 4 Minuten ziehen, und Tabea hat am heutigen Sonnentag den Knirps im Rucksack und die Sonnenbrille zu Hause. Das ist Läbenamlimit.

In einem Ihrer Songs besingen Sie einen Kafi mit Güx bei der Arbeit. Ist da etwas Wahres dran?
Betrunken waren wir noch nie bei der Arbeit, aber wir haben schon öfter beim Feierabendbier gearbeitet. Das eine oder andere Hirngespinst entwickelte sich dabeisogar zu einer brauchbaren Idee.

Was machen die Singerellas eigentlich, wenn sie nicht Musik machen?
Wir drei haben unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht und sind alle mit Musik, Schauspiel, Bühnenprojekten, Unterricht und vielem mehr beschäftigt.

Sie sagen, Sie seien wie Schwestern. Was hat sich seit dem Start 2015 verändert?
Wir streiten jetzt nur noch auf der Bühne . . .

Und was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Evelyn würde mit den Singer­ellas gerne den Prix Walo gewinnen, Tabea wünscht sich mehr Anerkennung der Ostschweizer und ihres Dialektes, und ich bin wunschlos glücklich: Bern spielt ja bereits die Hauptrolle.

«Läbenamlimit»: Sa, 14. 4., 20 Uhr, Theater am Käfigturm, Bern. www.singerellas.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 12.04.2018, 15:14 Uhr

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