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Und irgendjemand näselt «Oh yeah, yeah, yeah!»

Jan Delay nahm an seinem Zürcher Konzert dem Publikum die Hüftsteifheit. Nebenbei verulkte er den Zugaben-Habitus.

«Derbe, oder?»: Jan Delay trat in Zürich auf. (Bild von einem anderen Konzert)
«Derbe, oder?»: Jan Delay trat in Zürich auf. (Bild von einem anderen Konzert)

Gags sind hier erlaubt. Sie gehören sogar fest zum Programm bei dem Mann, der den Abend regiert, als wäre er als Big-Band-Leader auf die Welt gekommen. Nur sind es eben seine Gags, seine Art von Humor: Jan Phillip Eissfeldt alias Jan Delay hat sie seinem Publikum über die Jahre sorgfältig eingeflösst. In seinem Universum tragen Alben wortspielerische Namen wie «Mercedes Dance», «Wir Kinder vom Bahnhof Soul» oder «Hammer & Michel». Und wenn es ihm beliebt, dann lässt er – 38 Jahre alt, stets sonnenbebrillt, immer in Bewegung – seine 11-köpfige Begleittruppe einen Song so spielen, als wäre sie derbstens bekifft. Nur weil gerade jemand einen Hosentaschenvorrat Haschisch auf die Bühne geworfen hat. Und weil er es lustig findet.

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