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Textilabrüsten und Abrissbirnen

2013 war das Jahr von Nick Cave, nicht von David Guetta. Die CDU feiert zu den Toten Hosen, und es gab Ideen, wie man die Musikindustrie umgehen könnte: Das Pop-Jahr 2013 im Rückspiegel.

Ja, man kann das heute wohl so machen. Vermutlich muss man es heute sogar ganz genau so machen: Sich unbekleidet auf eine Abrissbirne setzen und dem Kameramann befehlen, er solle einfach mal draufhalten. Miley Cyrus hat das getan, und es hat geklappt – wenn die Brechstange nicht mehr reicht, muss eben gröberes Kaliber aufgefahren werden.

Kneifen wir das geistige Auge kurz zusammen und gebieten ihm, es solle sich an die Pop-Bilder des Jahres 2013 erinnern, dann erscheint es doch tatsächlich, dieses stürmisch entschüchterte Ex-Disney-Mädchen, wie es nackig auf der Abrissbirne durchs Studio schlenkert. Oder wie es an irgendeinem MTV-Anlass sein Hinterteil gegen das Vorderteil des Schwerenöters Robin Thicke reibt, der seine Berühmtheit seinerseits einzig einem Videoclip verdankt, in dem er ziemlich nackte Schönheiten vor einem weissen Hintergrund herumturnen lässt.

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