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Spiel global, sing lokal

Das Album von Jeans for Jesus ist das Statement einer neuen Mundartpopgeneration. So urban, mondän und interaktiv tönte es hier noch nie. Doch Bern bleibt überall.

Mit Hang zur leisen Depression: Das Berner Quartett Jeans for Jesus mit Marcel Kägi, Philippe Gertsch, Demian Jakob, Michael Egger (von links).
Mit Hang zur leisen Depression: Das Berner Quartett Jeans for Jesus mit Marcel Kägi, Philippe Gertsch, Demian Jakob, Michael Egger (von links).
zvg/Janosch Abel

«Ds isch Bärn, Baby, doch i, i bi zu Grossem bestimmt», sagt sie zu ihm, immer wenn sie zu Hause sitzen. «Und är weis ds scho lang und nickt nur u seit: ‹Mir maches no gross, o we aus zämegheit, ganz älei, ganz L.A.›» Da ist sie wieder, jene latente Unruhe, die einem rausreisst aus der geordneten Welt unter Berns Lauben. Raus aus einer Stadt, die schon Friedrich Dürrenmatt als bedrohliches Labyrinth wahrnahm – einer Stadt, in der alles «so rück- u aaständig isch» (Dänu Ex-Trem). Viele Berner haben diese innere Enge besungen und über mögliche Ausbruchsszenarien sinniert. Und manchmal singen sie im «Greatest Hits»-Programm im Bierhübeli immer noch davon.

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