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Schüsse aus der künstlichen Hüfte

Der Stille Has läuft auf dem neuen Album «Böses Alter» vor allem dann zu Hochform auf, wenn er sich nicht der Nostalgie, sondern der Altersbrummigkeit hingibt.

Kein Altersmilder, eher schon ein Alterswilder: Endo Anaconda bei einem Auftritt am Openair St. Gallen. (2010)
Kein Altersmilder, eher schon ein Alterswilder: Endo Anaconda bei einem Auftritt am Openair St. Gallen. (2010)
Michael Schär/zvg

Über die Altersgebresten von Hasen ist nicht viel überliefert. Vermutlich sind die Haken, die sie schlagen, nicht mehr ganz so unberechenbar. Womöglich werden sie ein wenig wacklig auf den Hinterläufen und ziemlich sicher etwas brummig im Gemüt. Das neue Album von Stiller Has heisst «Böses Alter» und vereint all diese Eigenschaften in sich. Die engen sprachlichen und musikalischen Haken sind nicht der offensichtlichste Wert dieser Einspielung. Es ist ein leicht federndes Rhythm-’n’-Blues-Album geworden, Retro-Chic ohne Chic sozusagen, in den besten Momenten reichlich altersgrimmig, in den weniger guten ein klein bisschen altersschrullig.

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