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Rückkehr der Space-Cowboys

Liam Gallagher läutet die zweite Runde im grossen Bruderzwist ein: Der Ex-Oasis-Sänger ging mit seiner neuen Band Beady Eye nach einem mediokren Debüt Risiken ein, überraschte mit der Wahl des Produzenten – und fand zurück zum Groove.

Den Groove wiedergefunden: Beady Eye, die Band von ex-Oasis-Sänger Liam Gallagher (zweiter von rechts).
Den Groove wiedergefunden: Beady Eye, die Band von ex-Oasis-Sänger Liam Gallagher (zweiter von rechts).
zvg

Es schien, als habe der ewige Outlaw sein Pulver verschossen. Liam Gallagher, Rockstar, Rüpel, Grossmaul, ewiger Lästerer gegen Gott, die Welt und alles dazwischen, machte nach dem kolossalen Krach mit seinem Bruder Noel und dem Ende der gemeinsamen Band Oasis unter dem neuen Namen Beady Eye weiter, hastete ein Album hin. Und dürfte sich bald verwundert die eigenen «beady eyes» – zu Deutsch: Triefaugen – gerieben haben. Vom jüngeren der Gallagher-Brüder mit gewohnt viel Trara und grosskotzigem Blabla angekündigt, geriet das uninspirierte Album «Different Gear, Still Speeding» im Vergleich mit den Oasis-Erfolgen zum kolossalen Flop. Schlimmer noch: Wenige Monate später überbot Noel Gallagher den kleinen Bruder mit einem eleganten, melodieseligen Solodebüt um Längen – in Sachen Kreativität wie auch, was den Erfolg betrifft.

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